Energiekosten steigen extrem - Wie lässt sich sparen?
Die Energiepreise gehen durch die Decke. Ein Ende scheint auch erst einmal nicht in Sicht. Damit keiner im Kalten sitzen muss, weil er Angst hat, die Rechnungen nicht zahlen zu können, gibt die Verbraucherzentrale Sachsen Tipps zum richtigen Sparen.
Heizkosten
Am besten ist es, die Raumtemperatur zu senken, sagt uns Energieberaterin Angelika Baumgardt. 19 bis 21 Grad wären optimal. Pro Grad können sich bis zu ein Prozent der Heizkosten einsparen.
Helfen würde auch ein programmierbarer Thermostat. Der senkt die Temperatur in der Nacht und dreht sie dann früh, oder wenn man wieder nach Hause kommt, auf.
Warmwasserkosten
„Wenn es um das Wassersparen geht, sollte man keine Wellnessbrausen nutzen“, rät Angelika Baumgardt. Die verbrauchen wesentlich mehr Wasser als normale Duschköpfe. Die Duschdauer sollte begrenzt werden auf maximal 5 Minuten.
Richtiges Lüften
Um Wärme nicht zu verlieren, sollte man lieber kurz stoßlüften, als die Fenster auf Kipp zu lassen. Bei den Türen und Fenstern sollte alles gut abgedichtet sein.
Strom
„Zunächst sollte sich jeder fragen, welche Geräte wirklich notwendig sind“, so die Energieberaterin. Braucht man den Wäschetrockner, den zweiten Kühlschrank fürs Bier oder den großen Fernseher wirklich? „Und dann sollte man darauf achten, dass auch der Geschirrspüler oder die Waschmaschine voll beladen wird.“ Dabei sollten Energiesparprogramme genutzt werden, auch wenn es länger dauert.
Die Beleuchtung sollte konsequent abgeschaltet werden, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Dabei rät die Verbraucherzentrale zu energiesparenden Lampen wie LEDs. Halogen-Deckenspots verbrauchen viel Energie und sollten daher nicht nebenbei beim Fernsehen angeschaltet werden.
Verbraucherschützer: Heizkostenzuschuss muss höher ausfallen!
Die Bundesregierung hat am 2. Februar einen einmaligen Heizkostenzuschuss für Haushalte mit geringem Einkommen beschlossen
Gute Idee, aber viel zu wenig, meinen die Verbraucherschützer. Statt 135 Euro für Alleinlebende und 175 Euro für Zwei-Personen-Haushalte fordern sie mindestens 500 Euro pro Haushalt. Diese Kostenforderung bestätigt auch die eine Studie des des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).
Im Schnitt müsse jeder Haushalt mit 500 Euro mehr wegen der gestiegenen Energiepreise rechnen. Je nach Größe der Wohnung, des Hauses dem Anbieter oder der Region gibt es natürlich starke Unterschiede.
Verbraucherschützer helfen
Die Verbraucherzentrale Sachsen bietet allen Sachsen individuelle Energie-Beratungen an. Die Experten geben dabei wertvolle Tipps, wie man mit nur wenigen Handgriffen einiges an Geld sparen kann oder ob sich ein Vertragswechsel lohnt.
Möglich ist das bei den 35 Energie-Beratungsstellen im Freistaat – vom Vogtland übers Erzgebirge und Mittelsachsen bis hin zur Lausitz, von Nordsachsen bis in die Sächsische Schweiz. Auch online, telefonisch oder vor Ort würde die Verbraucherzentrale Sachsen beraten.
Weitere Informationen auf www.verbraucherzentrale-sachsen.de.