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Endlich! Das ist der Zeitplan für Dippoldiswaldes Schrott-Busbahnhof

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Seit gut zehn Jahren ist der Busbahnhof von Dippoldiswalde eine einzige Zumutung. Das rote Stahlgerippe, das einst eine Betondecke samt Parkdeck trug, schützt Busreisende weder vor Wind, Regen noch glühender Sonne. Das Bahnhofsdach ist Bauschrott, das befand vor zehn Jahren schon das Oberlandesgericht ganz offiziell und billigte der Stadt Schadenersatz zu. Und trotzdem tat sich jahrelange nichts. 

Nun gibt es einen konkreten Zeitplan, wann der neue Busbahnhof fertig sein soll. Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) erklärte unserem Sender: „Es gab einen langen Gerichtsprozess, am Ende gab es den Vergleich und wir haben eine Million Euro zur Verfügung.“

Supermarkt hat Vorrang

Doch bevor die Stadtverwaltung loslegte, begann Anfang diesen Jahres REWE den Supermarkt direkt neben dem Busbahnhof abzureißen. Körner: „Nun mahlen die Mühlen in der Verwaltung ein bisschen länger und jetzt war Rewe einfach schneller. Zwei Großbaustellen können wir uns logistisch nicht leisten. Deswegen haben wir entschieden: Sobald der neue Supermarkt im Frühjahr 2026 öffnet, beginnen wir mit dem Abriss des alten Parkdecks am Busbahnhof, so dass der neue Bahnhof ein Jahr später fertig sein wird.“ 

Die wegfallenden Parkmöglichkeiten über dem Busbahnhof werden durch die neue Tiefgarage im Rewe-Markt direkt nebenan kompensiert. Dort entstehen 60 Stellplätze. 

Nie hot, schnell Schrott 

Der ursprüngliche Busbahnhof wurde 1999 eröffnet. Doch bereits 2006 erfolgte die Sperrung des Parkdecks immer im Winter - der Beton hatte Risse bekommen, Beton bröckelte, drohte, in größeren Stücken herabzustürzen. Zwischenzeitlich wurde der Bahnhof ganz gesperrt, um die Betonplatten ganz zurückzubauen. Seit 2016 steht nun das rote Stahlgerippe auf dem Platz. 

Es verschwindet nun genauso wie das angrenzende Haus. Neben einer neuen Anlaufstelle für Busreisende soll es auch Räume für Jugendliche bzw. Sozialarbeiter geben. „Die gucken, das hier Ruhe ist und vielleicht auch, dass hier nicht zu viel Alkohol konsumiert wird“, erklärt Körner.