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Emu bei Ohorn eingefangen

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War das eine Aufregung gestern und heute! Da tauchte plötzlich ein Emu an der A4 bei Burkau auf. Er spazierte am Wildzaun entlang und ließ sich nicht einfangen. Immer wenn die Feuerwehrleute ihm zu nahe kamen, rannte er weg. Heute Morgen aber war Schluss. Der Ausreißer wurde eingefangen.

Ursula und ihre Freundin wollten auf die Luxemburg, in ein Waldgebiet zwischen Burkau und Ohorn. Auf dem Weg dahin traute Ursel ihren Augen kaum. Da stand plötzlich der Emu auf der Straße. Sie konnte gerade noch bremsen. Der etwa 1,6 Meter große Vogel klopfte an das Auto. Die Beifahrerin wählte die „112“. Bis zum Eintreffen der Feuerwehrleute versuchten die beiden Damen, dem Emu gut zuzureden.

Es dauerte noch zwei Stunden, bis der Emu eingefangen war. Zuvor klopfte der Ausreißer weitere Autos ab, die an der Luchsenburgstraße bei Ohorn abgestellt waren. Auch vor einem Streifenwagen schreckte er nicht zurück. Dann kam Janine Golla. Die Chefin der Straußenfarm Stolpen ging auf den Emu zu und gab dem neugierigen Vogel lecker Futter. Als er abgelenkt war, zog Golla dem Vogel eine Haube über das Köpfchen. Damit war es für ihn zappenduster. Ende der Flucht.

Nun befindet sich der Emu im Stall auf der Straußenfarm. Er sei noch ein bisschen gestresst, so Janine Golla, „aber das wird sich schnell geben. Und wenn es ihm gut geht, kann er mit raus auf die Weide“.

Entwarnung in  Burkau und Ohorn - aber möglicherweise nur vorübergehend. Denn es sollen sich noch drei andere Ausreißer in der Gegend herumtreiben. Sollten Sie mal einem Emu begegnen, dann versuchen Sie nicht, ihn einzufangen. Halten Sie Abstand!  Denn sollte sich der Ausreißer bedroht fühlen, kann er seinen Widersachern mit seinem spitzen Schnabel und den scharfen Krallen schwere Verletzungen zufügen.

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Reporter Knut-Michael Kunoth