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EM im Shorttrack - emotionaler Abschied

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Nach der offiziellen Verabschiedung der Dresdner Short Trackerin Anna Seidel wurden vor 1800 Zuschauern am Sonntag (19.01.25) bei den Damen die Medaillen über 1500 sowie 500 Meter und bei den Herren über 1000 Meter vergeben. Auch die Entscheidungen in der Herren- sowie Mixed-Staffel fielen auf dem Eis der Dresdner JOYNEXT Arena.

Zum Auftakt des Hauptprogramms waren die Mixed-Staffeln gefragt: Frankreich (Aurelie Leveque, Cloe Ollivier, Quentin Fercoq, Etienne Bastier) sicherte sich den Titel vor den Niederlanden (Michelle Velzeboer, Zoe Deltrap, Jens van 't Wout und Teun Boer) und Polen (Kamila Stormowska, Natalia Maliszewska, Michal Niewinski, Diane Sellier). Das deutsche Team (Lisa Eckstein, Betty Moeske, Robin Bendig, Yanghun Ben Jung) belegte den sechsten Platz und stellte mit einer Zeit von 2:41:163 Minuten einen neuen deutschen Rekord auf.

Den ersten Einzeltitel des dritten Wettkampftages über 1500 Meter sicherte sich Xandra Velzeboer (Niederlande) vor den Italienerinnen Gloria Ioriatti und Elisa Confortola. Lisa Eckstein zog ins B-Finale ein und belegte am Ende Rang zwölf; Betty Moeske kam auf Rang 16.

Spannung pur gab es bei den Herren über 1000 Meter: Im Fotofinish hatte der Italiener Pietro Sighel die Fußspitze vor Jens van 't Wout (Niederlande) und seinem Landsmann Luca Spechenhauser. Yanghun Ben Jung belegte Platz 15; Rafael Schlossareck wurde 28. Robin Bendig war mit einem Penalty in den Hoffnungsläufen gescheitert.  

Auf der 500 Meter-Distanz der Damen konnte Petra Jaszapati (Ungarn) den Sieg vor Arianna Sighel und Chiara Betti (Italien) bejubeln. Die deutschen Starterinnen Lisa Eckstein und Betty Moeske belegten die Plätze 14 und 15.

Den Schlusspunkt des Tages setzte die Herren-Staffel. In einem packenden Wettbewerb siegte Italien (Pietro Sighel, Luca Spechenhauser, Thomas Nadalini, Lorenzo Previtali) vor Polen (Michal Niewinski, Lukasz Kuczynski, Diane Sellier und Neithan Thomas) und Belgien (Stijn Desmet, Ward Petre, Warre Noiron, Warre van Damme). Deutschland kam auf Rang elf.

Daniel Zetzsche (Bundestrainer): „Wir sind mit einem deutschen Rekord in der Mixed Staffel sehr gut in den Tag gestartet. Das engagierte Auftreten unseres Teams hat mich stolz gemacht. Kurz darauf konnte Lisa Eckstein im B-Finale über 1500 Meter antreten. Über die 500 Meter-Distanz hätten wir insgesamt die eine oder andere Situation besser nutzen können. Unsere Herren haben sich hohe Ziele gesetzt, aber gerade bei Yanghun Ben Jung haben zu viele Aktionen über 1000 Meter zu viel Energie gekostet und ein besseres Abschneiden verhindert. Wir sind leistungstechnisch der Spitze näher gekommen – bei den Damen sicher etwas mehr als bei den Herren. Das Mixed Team ist ein wichtiger Part. Wir haben eine Performance gezeigt, auf die wir in unserer Entwicklung aufbauen können.“

Lisa Eckstein: „Mein Ziel für das Wochenende war es, über 1000 und 1500 Meter ins B-Finale zu laufen. Dieses Ziel habe ich erreicht – und vor allem auch gesehen, dass die Konkurrenz nicht so weit weg ist. Es macht Spaß, mit den Besten mitzulaufen und genau das ist auch die Motivation, die ich aus dieser Heim-EM mitnehme.“

Dresden war bereits zum vierten Mal Austragungsort der EM. 

Audio:

Interview mit den Dresdner Short Trackerinnen
Andrea Krüger im Gespräch mit Anna Seidel und Lisa Eckstein