Eltern wehren sich gegen Maskenpflicht an Schulen

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Zu Beginn des neuen Schuljahres in Sachsen sollen Schüler ab der 5. Klasse wieder Masken im Unterricht tragen - viele Eltern laufen gegen diese Pläne Sturm. Im Blog des Kultusministeriums werfen die Eltern dem Freistaat unter anderem Nötigung, Erpressung und Kindswohlgefährdung vor. Das stundenlange Maskentragen führe zu Konzentrationsstörungen und gefährde die Psyche der Kinder, schreibt zum Beispiel ein Vater.

Auch viele besorgte und wütende Lehrer melden sich zu Wort und fordern Kultusminister Piwarz auf, die Maskenpflicht zu überdenken. "Es macht nicht nur etwas mit der Psyche der Kinder, sondern auch mit meiner Psyche als Lehrer, wenn du 8 Stunden lang nur in Gesichter ohne Mimik schaust" schreibt Lehrer Marcus Kundisch. "Du siehst keine nonverbale Reaktion der Schüler, sie sitzen wie stumme Roboter vor dir. So macht Unterricht weder Spaß, noch Sinn! Dies sind alles Erfahrungen, die ich in einem Jahr Präsenz mit Corona und Maske als Lehrer gesammelt habe. Wie lange soll das gehen?"

Viele Eltern kritisieren auch, dass in allen möglichen Bereichen des Lebens, sei es Gastro, Sportverein oder Fußballstadion, nach der 3G-Regel am Platz die Maske abgenommen werden kann. In der Schule aber nicht.

Die Maskenpflicht an Schulen setzt laut der neuen Verordnung ab einer Inzidenz von 35 ein. Für Schülerinnen und Schüler der Grund- und Förderschule gilt das nicht. Um den Schulstart abzusichern, soll es in den ersten zwei Wochen gesonderte Schutzmaßnahmen geben, dazu zählt eine Maskenpflicht für Schüler ab der 5. Klasse im gesamten Schulgebäude und auch während des Unterrichts.