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Eltern von Prohliser Schule lassen Kinder zu Hause

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Nach dem Streit um die Unter­brin­gung von Asylbe­wer­bern in einem Schul­ge­bäude auf der Boxberger Straße in Dresden-Prohlis sucht die Stadt weiter nach einem Ausweich­standort für die Kinder. Nach Infor­ma­tionen unseres Senders ist die leer stehende Schule am Terras­sen­ufer im Gespräch. Die Eltern gehen davon aus, dass die Kinder nach den Herbst­fe­rien nicht zurück an die Boxberger Straße kehren. Sie haben bereits angefangen, die bishe­rigen Klassen­zimmer auszu­räumen.Am Mittwoch hatte sich die Lage zugespitzt. Ledig­lich 18 der 240 Grund­schüler waren zum Unter­richt erschienen. In der Nacht zuvor hatte es einen Brand­an­schlag auf das Gebäude gegeben. Unbekannte hatten vier Molotow­cock­tails auf den Teil der Schule geworfen, in dem rund 150 Flücht­linge demnächst unter­ge­bracht werden sollen. Die Stadt hält an den Plänen trotzdem fest. Dresdens Oberbür­ger­meister Dirk Hilbert nannte den Anschlag beschä­mend und wider­lich. Die eigent­liche Bedro­hung für unser Zusam­men­leben gehe von denje­nigen aus, die Brand­bomben werfen und nicht von denen, die bei uns Schutz suchen, so Hilbert.