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Elon Musk als Marionette und Roboter

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Elon Musk ist schon eine Kunstfigur – so oder so. In den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden hat man das Potenzial des Tesla Chefs auch erkannt. Deshalb gibt es nun einen Elon Musk als Marionette. Er wird ab September in der Puppentheatersammlung im Kraftwerk Mitte zu sehen sein.  Sie ist Teil einer Installation, die die Künstlergruppe Rimini Protokoll als erste Jahresausstellung der Puppentheatersammlung in deren neuen Räumen konzipiert hat. Die Puppe wird von einem Roboter gesteuert, der eigens für diese Inszenierung entwickelt wurde. Erworben wurden die Marionette, die Bühne und die dazugehörige Technik von „MUSEIS SAXONICIS USUI– Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen e.V.“.

Die Puppe wurde vom bekannten Puppenbauer Christian Werdin gestaltet. Auf den ersten Blick ist sie eine klassische Marionette mit Fäden am hölzernen Kopf und an den Gliedmaßen. Bewegt wird sie aber von einem Roboterarm, der vom Studiengang Zeitgenössische Puppenspielkunst der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch (Berlin) entwickelt wurde. Die Puppe verfügt über 14 Freiheitsgrade und wird über einen Joystick aus Holz programmiert.

 

„Alter Ego Raubkopie“ ist ein multimediales und immersives Puppenspiel in mehreren Räumen. Darin geht es um Manipulation, Kontrollverlust und die Frage, wer hier eigentlich mit wem spielt. Die Installation der Künstlergruppe Rimini Protokoll wird als erste Jahresausstellung der Puppentheatersammlung zu sehen sein, die am 31. August 2024 mit einem Festakt in den neuen Räumen im Kraftwerk Mitte protokollarisch eröffnet wird. Am 7. September steht die Sammlung dann dem Publikum offen.

Marion Ackermann, Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden: „Mit dem Ankauf von MUSEIS SAXONICIS USUI beweist der Stifterkreis einmal mehr sein Gespür, wesentliche Werke der Gegenwartskunst für die SKD zu sichern. In diesem Projekt bündeln sich nämlich zentrale Themen der Staatlichen Kunstsammlungen: Welche Rolle spielt die künstliche Intelligenz in unserer Gesellschaft? Wie werden wir durch KI beeinflusst? Die Inszenierung von Rimini Protokoll macht diese Fragen für das Publikum erlebbar. Die Unterstützung durch die Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen ist dabei eine große Hilfe, denn sie ermöglicht uns, spezifisch für die SKD entstandene künstlerische Produktionen dauerhaft zu erwerben.“