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Eislöwen vor finanziellem Kollaps

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Den Eislöwen droht das Aus! In einer aktuellen Stadt­rats­vor­lage wird Oberbür­ger­meis­terin Helma Orosz empfohlen, die Unter­stüt­zung für den finan­ziell in Schief­lage geratenen Eisho­ckey­zweit­li­gisten einzu­stellen. Zudem hat der Stadtrat den Gesell­schaf­tern der Betriebs­ge­sell­schaft ESC Dresden mbH eine stillen Liqui­da­tion nahege­legt.Hinter­grund: Nach mehrma­ligen Frist­ver­län­ge­rungen legten die Eislöwen im Dezember 2013 ihr Sanie­rungs­kon­zept vor, mit dem der ESC wieder in ruhigere Fahrwasser kommen wollte. Darin forderten die Gesell­schafter von der Stadt erheb­liche finan­zi­elle Beiträge, um den Fortbe­stand der Betriebs­ge­sell­schaft zu sichern. Ohne diese BG könnten die Eislöwen nicht in der DEL 2 spielen. Die Stadt sagte zu, stellte aller­dings Bedin­gungen.Diese haben die Eislöwen nur in Teilen einge­halten. Von den zehn Forde­rungen der Stadt konnte der ESC ledig­lich drei erfüllen. Deshalb sehen sich Stadtrat und Oberbür­ger­meis­terin Orosz gezwungen, die Sanie­rung der Eislöwen einzu­stellen.Was passiert bei einer Stillen Liqui­da­tion?Für den Fall der stillen Liqui­da­tion müsste der Gläubiger, also die Stadt Dresden, auf die noch offenen Forde­rungen an die Eislöwen in Höhe von über 430.000 Euro verzichten. Hinzu­kommen würden Einnah­me­ver­luste aus der Hallen­miete von rund 200.000 Euro. Der Vorteil gegen­über der Insol­venz wäre, dass bei der stillen Liqui­da­tion kein Insol­venz­ver­walter einge­setzt werden müsste, der dann bereits gezahlte Leistungen an die Stadt anfechten könnte.In einer offizi­ellen Presse­mit­tei­lung hat der Stamm­verein ESC Dresden e.V. bereits eigene Einschnitte angekün­digt. Da die Koope­ra­ti­ons­ge­bühr der Eislöwen ausfallen würde, wäre nur noch eine der drei festen Trainer­stellen im Nachwuchs­be­reich bezahlbar. Zudem ist es aus Sicht des ESC Dresden derzeit nicht stemmbar, in der neuen Saison in der dritt­höchsten Spiel­klasse, also der Oberliga, an den Start zu gehen. Dem Dresdner Eisho­ckey droht damit der Absturz in die Regio­nal­liga. „Als gemein­nüt­ziger Verein, zu dessen Schutz die BG ursprüng­lich gegründet wurde, ist es im Sinn der über 250 Kinder und Jugend­li­chen unsere vorran­gige Aufgabe, derar­tige wirtschaft­liche Risiken vorab tiefgründig zu prüfen“, sagt Vereins­prä­si­dent Dr. Peter Micksch