Eislöwen verlängern mit Ritter und Lavallee
Die Dresdner Eislöwen haben am Freitag zwei Vertragsverlängerungen bekanntgegeben. Angreifer Toni Ritter und Kevin Lavallee werden in ihre jeweils zweite Spielzeit beim ESC in der DEL2 gehen. Ritter kam in der abgelaufenen Saison in 54 Spielen auf elf Tore und 29 Torvorlagen. Lavallee erzielte in 53 Spielen sechs Tore und bereitete 23 Treffer vor. Beide Spieler werden wie ihre Teamkollegen den Eislöwen mit einem Gehaltsverzicht aufgrund der aktuellen Situation entgegenkommen.
Geschäftsführer Maik Walsdorf: „Die Vertragsgespräche für die neue Saison liefen durch die Corona-Pandemie anders als die Jahre zuvor. In den Gesprächen ging es auch klar um einen möglichen Verzicht auf Geld. Zu jedem Zeitpunkt waren die Gespräche ehrlich und konstruktiv. Das Team hat sich in mehreren Meetings mit Marco Stichnoth dazu entschlossen, den Club mit finanziellen Einschnitten zu unterstützen. Beide Spieler sind in der Saison 2019/2020 zu den Blau-Weißen gewechselt und identifizieren sich zu 100 Prozent mit den Eislöwen, sind absolute Teamplayer auf und neben dem Eis.“
Kevin Lavallee: „Aufgrund der gegenwärtigen Situation in der Welt sind viele Menschen, auch viele der Eislöwen-Fans, enorm betroffen und ich bin mir dessen sehr bewusst. Als ich zum ersten Mal vom Team angesprochen wurde, freiwillig eine Gehaltskürzung vorzunehmen, waren die ersten Worte, die aus meinem Mund kamen: <<Warte, lass uns das besprechen. Das Wichtigste für mich ist, in Dresden zu bleiben.>> Zum Glück haben wir uns geeinigt. Oft kommentieren Hockeyspieler oder Sportler die Liebe zu der Stadt, in der sie spielen. Dies ist etwas, das man von jedem Profisportler hört und es macht für uns keinen Sinn, etwas anderes zu sagen. Doch dies ist einer der Fälle, in denen ein Athlet die Stadt, für die er spielt, wirklich liebt. Ich war für viele Teams in großen und kleinen Städten auf dem Eis und ich habe wirklich das Gefühl, meine Stadt gefunden zu haben. Meine Teamkollegen sind klasse und in Dresden fühle ich mich zu Hause. Ich bin froh und stolz, dass das so bleibt. Angesichts der aktuellen Pandemie, haben es die meisten von uns satt, von der Unsicherheit der kommenden Saison zu hören und wir wissen, es wird für einige Teams in der DEL2 nicht einfach. Viele meiner Teamkollegen wollen ein Zeichen setzen, um in jeder Hinsicht dem Team zu helfen. Ich sehe, dass sie jeden Tag im Stadion härter arbeiten als jemals zuvor in der Nebensaison. Das ist vorbildlich und inspirierend. Das zu sehen, lässt mich glauben, dass wir als Organisation gemeinsam weiter vorankommen können.
Toni Ritter: “Mir macht es Spaß mit den Jungs hier in Dresden zu spielen. Ich möchte mit der Mannschaft gut in die Saison starten. Dafür gilt es die Fitness auszubauen und darauf liegt im Sommertraining mein Fokus. Das abrupte Ende der letzten Spielzeit war für keinen einfach, umso wichtiger ist es, in der neuen Saison an seine Grenze zu gehen, durchzustarten und einen besseren Start zu zeigen. Viele Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen müssen in der jetzigen Situation mit Verzicht zurechtkommen. Auch ich habe mir Gedanken gemacht und möchte mit meinem Gehaltsverzicht ein Zeichen setzen. Wir wollen von Anfang an als Team auf dem Eis überzeugen und weiterhin füreinander da sein.„