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Einstimmiges Votum: Dresden bekommt Bundesgartenschau

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Dresden wird im Jahr 2033 die erste Bundesgartenschau in Sachsen ausrichten. Die Deutsche Gartenschaugesellschaft sprach sich auf ihrer Gesellschafterversammlung einstimmig für die sächsische Landeshauptstadt aus. Die Bewerbung überzeugte mit dem Konzept einer grünen, nachhaltigen und ökologischen Stadtgestaltung.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert freut sich über den Zuschlag. Die intensive Arbeit der vergangenen Monate habe sich ausgezahlt, so das Stadtoberhaupt. Jetzt sollen die BUGA-Pläne Wirklichkeit werden. „Ich danke der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft für das entgegengebrachte Vertrauen“, sagte Hilbert. „Jetzt heißt es nicht mehr nur ‚Dresden kann BUGA‘, sondern auch ‚Dresden ist BUGA‘. Ich freue mich auf die weitere Arbeit an diesem Gemeinschaftsprojekt im Sinne der Dresdnerinnen und Dresdner, des Umlandes und gesamten Freistaates Sachsen.“

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„Wir freuen uns sehr, dass Dresden die Bundesgartenschau 2033 ausrichten wird. Mit der BUGA kann die Stadt- und Regionalentwicklung in den kommenden Jahren entscheidend vorangetrieben werden. Dresden hat viel Potenzial für eine hochinteressante, erfolgreiche Bundesgartenschau“, erklärt DBG-Geschäftsführer Achim Schloemer.

Vor seiner Entscheidung bereiste der Verwaltungsrat der DBG die Bewerberstadt Dresden am 25. und 26. Februar 2024. Den endgültigen Zuschlag erteilt die DBG, wenn der Durchführungsvertrag unterzeichnet ist. Nach Abschluss der Verträge kann die BUGA Dresden 2033 gGmbH gegründet werden. Die Landeshauptstadt Dresden und die DBG werden ihre gemeinsamen Pläne für die Bundesgartenschau im Jahr 2033 zeitnah besiegeln.

Wechselvolle Geschichte als Leitthema

Als Leitmotiv der BUGA 2033 fungieren die Berge und Halden mit den Trümmern der verheerenden Luftangriffe vom 13. und 14. Februar 1945, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. Sie sind ein sichtbares Zeichen der wechselvollen Geschichte Dresdens, die reich an markanten Umbrüchen ist und bis heute immer wieder umfangreiche Transformationsprozesse durchlaufen hat.

Die drei höheren Trümmerberge an den Hellerbergen, am Ostragehege und in Leuben, die flacheren Halden unter anderem im heutigen Südpark oder anderweitige Ablagerungen wie zum Beispiel im Bereich der Galopprennbahn Seidnitz sollen als zentrale Bereiche entwickelt, durch übergreifende Grünzüge miteinander verbunden und näher im Bewusstsein der Bevölkerung verankert werden. Ein wesentliches Ziel ist es, bereits vorhandene Grün- und Freiflächen einzubinden und weiterzuentwickeln.

Hauptausstellungs- und Veranstaltungsflächen und damit das Herz des Ausstellungskonzeptes sollen vier Kernareale sein:        

  • Galopprennbahn Seidnitz,
  • Kiesseen/Trümmerberg Leuben,
  • Südpark/Bismarcksäule/Volkspark Räcknitz,
  • Proschhübel/Hechtpark/St.-Pauli-Friedhof

Die Machbarkeitsstudie zeigt außerdem Chancen auf, wie ein grünes und lebenswertes Dresden für alle geschaffen, Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf aufgewertet und das Uni-Gelände als lebendiger Stadtteil entwickelt werden kann. Über Außenstandorte soll Dresden zudem mit dem Umland verzahnt werden, wodurch die gesamte Region vom Erfolg der Bundesgartenschau profitieren kann. Immerhin wäre es seit dem Geburtsjahr 1951 die erste BUGA in Sachsen.

Was kostet die BUGA in Dresden?

Die Investitionskosten belaufen sich laut der Machbarkeitsstudie auf rund 175 Millionen Euro. Zur Durchführung der BUGA 2033 werden Kosten in Höhe von etwa 80 Millionen Euro adressiert.

Dem gegenüber stehen geplante Einnahmen von etwa 62 Millionen Euro, ausgehend von 2,9 Millionen Besucherinnen und Besuchern. Darüber hinaus ist ein deutlicher wirtschaftlicher Mehrwert für die Stadt Dresden durch die Bundesgartenschau vor allem durch die touristischen Mehreinnahmen zu erwarten.