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Einer der mutmaßlichen Messerstecher ist mehrfach vorbestraft

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Im Fall der tödlichen Messerattacke von Chemnitz ist einer der beiden Tatverdächtigen mehrfach vorbestraft. Das teilte die Staatsanwaltschaft Chemnitz am Mittwoch mit. Sie wollte aber nicht bekanntgeben, ob es sich um den 22 Jahre alten Iraker oder den 23-jährigen Syrer handelt. Der Mann stehe unter Bewährung, hieß es. Gegen beide Männer war am Montag Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen Totschlags ergangen. Sie befinden sich in Untersuchungshaft. Ihnen wird vorgeworfen, in der Nacht zum Sonntag am Rande des Chemnitzer Stadtfestes einen 35 Jahre alten Deutschen erstochen zu haben. Zum aktuellen Stand der Ermittlungen, insbesondere zum Tatmotiv, könne man derzeit keine Auskünfte geben, hieß es weiter. Auch übereinstimmende Medienberichte, wonach das Opfer deutsche und kubanische Wurzeln besitzt, vermochte die Staatsanwaltschaft Chemnitz "nicht zweifelsfrei" zu bestätigen. Tatsache sei aber, dass er im früheren Karl-Marx-Stadt geboren wurde und deutscher Staatsbürger sei, hieß es. Im Netz kursieren derweil Spekulationen zum Tatmotiv. Sächsische Politiker hatten in den vergangenen Tagen immer wieder vor einer Gerüchteküche und gezielten Fehlinformationen gewarnt. Gemeinsame Ermittlungsgruppe ins Leben gerufen
Das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) und die Polizei Chemnitz haben eine gemeinsame Ermittlungsgruppe namens „C-entrum“ gebildet. Das „C“ steht für Chemnitz, der Name insgesamt für die Tatorte. Zudem wurden eine Telefonhotline und ein Online-Portal eingerichtet, auf dem Videos und Bilder hochgeladen werden können, wie das LKA am Mittwoch mitteilte. Man arbeite „weiterhin mit Hochdruck“ an der Aufklärung der Vorfälle, hieß es. Es gehe darum, alle Straftäter schnell zu überführen. Der Sitz der Ermittlungsgruppe ist in Chemnitz. Sie soll je nach Anlass durch andere Dienststellen unterstützt werden. Die Polizei bat die Bevölkerung um Hinweise und Unterstützung bei Aufklärung der Straftaten. (dpa)