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Einbrecher klettert auf die Frauenkirche

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Zu einem Großein­satz auf dem Neumarkt ist am Montag­morgen die Polizei ausge­rückt. In die Frauen­kirche war einge­bro­chen worden und der Täter wurde noch in der Kirche vermutet. Eine 28-jährige Zeugin hatte einen Mann nach oben klettern und eine Scheibe einschlagen sehen. Die Polizei rückte mit zahlrei­chen Kräften und Hunden aus. Das Gebäude wurde umstellt und durch­sucht. Kurz vor 07:00 Uhr wurde der mutma­ß­liche Täter nach unseren Infor­ma­tionen dann gestellt. Er war bis auf die Aussichts­platt­form in fast 70 Metern Höhe geflüchtet. Polizisten beobach­teten den Mann an der Brüstung der Aussichts­platt­form. Letzt­lich konnten sie den Mann auf der Platt­form feststellen, der versucht hatte, sich hinter einem Pfeiler zu verste­cken. Die Beamten nahmen ihn vorläufig fest. Es handelt sich um einen 26-jährigen Ungarn, teilte die Dresdner Polizei mit. Bei der Kontrolle der Kirche wurden zunächst drei aufge­bro­chene Kollekten festge­stellt, aus denen augen­schein­lich Geld entnommen wurde. Der 26-Jährige hatte selbst einen Beutel mit Münzen bei sich.„Natür­lich hätten wir uns einen anderen Wochen­start gewünscht. Einen solchen Einbruch gab es in der Frauen­kirche in elf Jahren nicht“,  erklärt Frauen­kir­chen­pfarrer Sebas­tian Feydt in einer ersten Reaktion. „Dank einer aufmerk­samen Augen­zeugin und des schnellen Handelns der Polizei konnte der Täter nicht mit entwen­detem Spenden­geld flüchten. Was bleibt, sind die Sachschäden. Diese wollen wir schnell beheben lassen. Außerdem werden wir mit unserem Sicher­heits­dienst prüfen, an welchen Stellen wir die nächt­liche Bewachung weiter inten­si­vieren müssen.“5000 Euro SchadenDer Einbre­cher hatte nach Angaben des Pfarrers am neumarkt­sei­tigen Eingang B und am Besucher­ein­gang D die Buchstaben aus ihrer Veran­ke­rung gerissen. Am Eingang F auf der Nordseite schlug der Einbre­cher ein kleines Fenster ein. Durch dieses gelang er in den Eingangs­be­reich, in dem Opfer­stöcke stehen. Diese beschä­digte er und entwen­dete deren Inhalt.Im Kirch­raum selbst entstanden keine Schäden und wurde auch nichts entwendet. Für die diversen Repara­turen rechnet die Stiftung mit Kosten von ca. 5.000 EUR.(Redak­tio­neller Hinweis: Artikel wurde um neue Infor­ma­tionen der Dresdner Polizei ergänzt.)