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Ein zweites Leben in Rothenburg

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In Rothenburg sollen künftig Flugzeuge aus aller Welt zerlegt und die Teile wiederverwertet werden. Heute wurde ein Pilotprojekt gestartet. Ein ausgemusterter Airbus 320 wird auseinandergenommen. Ziel ist, dass möglichst viele Bauteile aufbereitet und als Ersatzteile in anderen Flugzeugen eingesetzt werden.  Sie bekommen ein „zweites Leben“, heißt es in der Branche.

Regie führen die Elbe Flugzeugwerke Dresden. Sie haben sich Partner an Bord geholt. Dazu gehören das zertifizierte Recycling-Unternehmen wie „EcoFly“ und die „APOC“. Sie werden Prozesse und Technologien der Flugzeugverwertung erproben. Der Flugplatz in Rothenburg bietet dafür optimale Bedingungen: Eine lange Landebahn, Abstellplätze für 27 Maschinen, einen Hangar und einen Vorplatz.

Das Geschäft kann sich lohnen,  einmal mehr jetzt in der Corona-Krise, in der viele Airlines sparen müssen und eher auf zertifizierte Ausbau-Ersatzteile zurückgreifen. Der Testlauf in Rothenburg wird zeigen, ob sich die Verwertung rechnet. Eine Entscheidung soll im späten Frühjahr fallen. Der erste Airbus wird von zwölf Mitarbeitern zerlegt.

Die  Elbe-Flugzeugwerke Dresden  haben in Kodersdorf - nur wenige Kilometer von Rothenburg entfernt - zwei Zulieferwerke für Airbus. Dort werden Wand- und Deckenverkleidung sowie die Fußbodenplatten der Frachträume für die Modelle A 320 und 321 hergestellt.

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Reporter Knut-Michael Kunoth