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Ein mutmaßliches Mitglied einer Schleuser-Bande steht vor dem Dresdner Landgericht

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Ein mutmaßliches Mitglied einer international agierenden Schleuserbande muss sich ab Montag vor dem Dresdner Landgericht verantworten. Der 39-jährige Angeklagte soll im Sommer 2015 mehr als 300 Flüchtlinge von Ungarn mit nach Deutschland oder Österreich gebracht haben. Dabei war der Bulgare laut Anklage hauptsächlich in einem Begleitfahrzeug zur Absicherung der Schleusertransporte unterwegs. Eine der Fahrten mit 81 Kinder, Frauen und Männer an Bord eines kleinen Kühllasters endete zwischen Lauenstein und Geising im Osterzgebirge. Für die Flüchtlinge gab es während der 13 stündigen Fahrt gerade mal 18 Flaschen Wasser. Der Fahrer des Lkw ist bereits zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Bande soll aber auch für die Flüchtlingstragödie in Österreich im August 2015 verantwortlich sein. Damals erstickten 71 Menschen qualvoll in einem Kühllaster