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Eigentümer des Hochhauses am Pirnaischen Platz wehrt sich gegen Räumung

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Um das zusehend verfallende Hochhaus am Pirnaischen Platz gibt es neuen Ärger. Die Stadt hatte eine Räumung bis Ende Februar angeordnet, u. a. weil der Brandschutz katastrophal ist. Nun hat der Eigentümer des Gebäudes Widerspruch eingelegt und will den sofortigen Vollzug der Räumung aussetzen lassen, sagte uns Baubürgermeister Raul Schmidt-Lamontain am Rande eines Pressetermins. Der Eigentümer habe die Möglichkeit, am Verwaltungsgericht zu klagen. Damit ist nun erstmal unklar, wie es mit dem Hochhaus weiter geht. Begründung liegt noch nicht vorDer Widerspruch sei bereits am 27. Oktober eingegangen, teilte die Stadt mit:"Ein Widerspruch ist grundsätzlich das zulässige Rechtsmittel. Ob er begründet ist, muss geprüft werden. Eine Widerspruchsbegründung liegt noch nicht vor."Weiter hieß es aus dem Rathaus: "Der Eigentümer ließ über seinen Anwalt auch die Aussetzung der sofortigen Vollziehung beantragen. Eine Begründung für diesen Antrag liegt ebenfalls noch nicht vor. An dem in der Nutzungsänderung genannten Termin ändert sich damit nichts. Sollte der Eigentümer das Verwaltungsgericht anrufen, bleibt abzuwarten, wie dieses entscheidet."Die Stadt bleibt damit dabei, dass das Gebäude bis Ende Februar geräumt werden muss: "Die Nutzungsuntersagung wurde von der Bauaufsicht für sofort vollziehbar erklärt, da hier eine konkrete Gefahrensituation vorliegt. Die Bewohner des Hochhauses haben im Brandfall keinen zweiten Rettungsweg zur Verfügung, und der erste Rettungsweg ist nicht ausreichend sicher nutzbar."Rathaus will Gesprächsbereit bleibenDennoch will Baubürgermeister Schmidt-Lamontain mit dem Eigentümer weiter im Dialog bleiben: "Unabhängig vom Widerspruch lade ich den Beauftragten des Eigentümers zu einem Gespräch an meinem Tisch ein, zusammen mit Vertretern der Fraktionen des Stadtrats. Dabei soll ausgelotet werden, wie die notwendigen Rettungswege für das Hochhaus nachgerüstet und der Anspruch an eine städtebaulich gebotene anspruchsvolle Lösung gleichermaßen erfüllt werden können. Dieses Gespräch soll noch im November stattfinden."Etwa 40 Mieter leben noch in dem Hochhaus. Die SZ hatte kürzlich über verworrene Geschäftsstrukturen der Eigentümer des Hochhauses berichtet (kostenpflichtig).Die Nutzungsuntersagung der Stadt von Ende September: https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2017/09/pm_112.php