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Ehepaar aus Kamenz verurteilt - „Kinder systematisch missbraucht“

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Ein Ehepaar aus Kamenz ist heute am Landgericht in Bautzen wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt worden. Der Mann erhielt elf Jahre, die Frau acht Jahre und acht Monate. Sie hatten sich an vier ihrer neun Kinder über einen Zeitraum von fast zehn Jahren sich fast 800 Mal vergangen.

Den drei Mädchen und dem Jungen blieb die Aussage in der Verhandlung erspart. Sie wurden zuvor vernommen und die Video-Aufzeichnungen im Prozess eingespielt. Beide Angeklagten – 36 und 37 Jahre alt – gestanden die Taten. Die Mutter war auch in zahlreichen Fällen der Beihilfe schuldig gesprochen worden. Sie hatte den Missbrauch durch ihren Mann bewusst geduldet. Als die ersten Taten geschahen, waren die Kinder acht und neun Jahre alt.

Der Vorsitzende Richter Friedrich-Leopold zu Stolberg sprach von einem bislang einmaligen Verfahren. „Die Kinder wurden systematisch missbraucht. Sie waren in einer aussichtslosen Situation.“ Die Missbrauchsserie wurde bekannt, nachdem sich eines der Kinder einer Verwandten anvertraut hatte.

Für den verurteilten Vater könnte es nach elf Jahren Haft möglicherweise keine Rückkehr in die Freiheit geben. Nach Verbüßung der Strafe wird geprüft , ob er noch einen Hang zu weiteren Taten hat und er damit eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt. Wenn ja, bleibt er weggeschlossen – in der Sicherungsverwahrung.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.