Dynamos-Aufsichtsratschef: „Verein ist handlungsfähig“„
Nach den Rücktritten bei Dynamo hat der Verein jetzt erstmals offiziell Stellung bezogen. „Wir wurden am Sonntagabend von den persönlichen Konsequenzen und der öffentlichen Erklärung der sechs Gremienmitglieder – insbesondere von der Art und Weise der Rücktritte – überrascht“, erklärte Dynamos Aufsichtsratsvorsitzender Jens Heinig. „Ich möchte mich bei allen sechs zurückgetretenen Gremienmitglieder für ihre über viele Jahre ehrenamtlich geleistete Arbeit bedanken, weil jeder seinen Teil in der Gremienarbeit dazu beigetragen hat, dass sich die SG Dynamo Dresden so beachtlich entwickelt hat.“
„Klar ist, dass wir als Verein ohne Wenn und Aber große atmosphärische Herausforderungen vor uns haben, denen wir uns – nicht nur auf der nächsten Mitgliederversammlung – stellen werden. Es ist auch eine Frage des Stils, wie man mit Konflikten innerhalb eines Vereins umgeht. Die Basis dafür sind meiner Meinung nach immer Respekt, Vertrauen, Transparenz und Ehrlichkeit. Gerade wir als Gremienmitglieder haben eine Vorbildfunktion, wenn es darum geht, wie die Kultur des Miteinanders in unserem Verein aussehen soll und wie sie tagtäglich gelebt wird. Öffentliche Schuldzuweisungen bringen uns nicht weiter. Der Verein ist im Tagesgeschäft weiter voll handlungsfähig und wir werden auch diese schwierige Situation als Herausforderung begreifen und gemeinsam bewältigen.“, so Heinig
Der Aufsichtsrat der SG Dynamo Dresden wird zeitnah zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenkommen, um die Arbeitsfähigkeit des Präsidiums innerhalb der vierwöchigen Kündigungsfrist wieder herzustellen. Ein Übergangspräsidium muss bestimmt werden. Innerhalb von zwölf Wochen muss durch die Vereinsmitglieder der SGD ein neues Präsidium gewählt werden. Die anderen Gremien sind weiter uneingeschränkt handlungs- und beschlussfähig. Über die Neubesetzung der vakanten Stellen in Aufsichts- und Ehrenrat will der Verein zeitnah informieren.
Sechs Gremienmitglieder, unter anderem das komplette Präsidium hatten gestern Abend ihren Rücktritt erklärt. Sie begründeten den Schritt mit Grabenkämpfen im Verein, die den Frieden bei Dynamo ernsthaft bedrohen.