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Dynamo will zweiten Heimsieg gegen Sandhausen

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Rico Benatelli ist ein sehr boden­stän­diger Typ. Im Vergleich zu manch einem seiner Kollegen legt der Fußball-Profi der SG Dynamo Dresden keinen Wert auf Status­sym­bole, fährt zum Training auch gern einmal mit dem Fahrrad. Auch auf dem Platz ist der 25-Jährige keiner, der durch seine spekta­ku­läre Spiel­weise oder markige Gesten auffällt. Benatelli stellt sich in den Dienst der Mannschaft und strahlt dabei eine große Ruhe aus.Es sind diese Eigen­schaften des Mittel­feld­spie­lers, weswegen ihn Uwe Neuhaus vor der Saison unbedingt verpflichten wollte. „Er hat gern den Ball und strahlt dabei eine große Sicher­heit aus. Bei ihm ist die Wahrschein­lich­keit sehr hoch, den Ball nicht zu verlieren. Deswegen passt er perfekt zu unserem Spiel und hat meine Erwar­tungen zu 100 Prozent erfüllt“, erklärte der Dynamo-Coach am Freitag auf der Presse­kon­fe­renz vor dem Spiel gegen den SV Sandhausen.Auch wenn sich Neuhaus nicht in die Karten schauen lässt, so sollte Benatelli auch in der Zweit­liga-Partie am Samstag (13.00 Uhr) gegen den SV Sandhausen wieder von einem Einsatz in der Start­for­ma­tion ausgehen dürfen. Ein Gefühl, das ihm in seiner Karriere zumeist verwehrt blieb. „Ich habe keine Ahnung, warum ich immer gegen Sandhausen von der Bank starten musste“, sagte der 25-Jährige, schob aber zugleich eine Warnung hinterher: „Sie haben schon gute Jungs, auf die wir aufpassen müssen.“Beide Teams teilen sich nach zwei Spiel­tagen punkt- und torgleich den sechsten Tabel­len­platz, dennoch könnten die Gefühls­lagen bei Neuhaus und seinem Trainer­kol­legen Kenan Kocak derzeit nicht unter­schied­li­cher sein. Denn während sich Dynamo am vergan­genen Wochen­ende für die zweite Runde des DFB-Pokals quali­fi­zierte, schied Sandhausen unerwartet gegen den Viert­li­gisten FC Schwein­furt aus. Zudem plagen Kocak Verlet­zungs­sorgen. In Person von Andrew Wooten, Richard Sukuta-Pasu und Lucas Höler drohen gleich drei Offen­siv­kräfte auszu­fallen.Dennoch sieht Neuhaus keinen Grund, die Badener leicht­fertig zu unter­schätzen. „Jeder, der Sandhausen mit einem Dorfverein und Absteiger in Verbin­dung bringt, den muss ich enttäu­schen. Sie leisten jedes Jahr sehr gute Arbeit und stellen ein Kollektiv auf dem Platz, das alles raushaut“, sagte der 57-Jährige, der am Samstag auf die verletzten Pascal Testroet, Justin Löwe und Marc Wachs verzichten muss. Für Niklas Haupt­mann und Neuzu­gang Haris Duljević kommt ein Einsatz noch zu früh. „Ich denke dennoch, dass ich die richtige Wahl treffe.“Zwölfmal trafen beide Vereine bisher aufein­ander. Bei sechs Remis stehen jeweils drei Siege zu Buche. In sechs Zweit­liga-Duellen gab es drei Unent­schieden und zwei Dresdner Siege. Alle Siege feierte Dresden dabei im eigenen Stadion.(dpa)