Dynamo will Wiedergutmachung gegen Sandhausen

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Die 1:3-Pleite gegen den FC St. Pauli war noch keine 24 Stunden her, da richtete Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden den Fokus schon wieder voll auf den nächsten Gegner. «Wir haben das gestrige Spiel mit dem heutigen Tag abgehakt. In Gesprächen haben wir positive Dinge herausgefiltert, die nicht nur psychologisch in Sandhausen hilfreich werden können», sagte Trainer Uwe Neuhaus am Freitag auf der Pressekonferenz der Sachsen.

Leicht wird die Aufgabe am Sonntag (13.30 Uhr) allerdings nicht, denn Gegner wird auswärts der Tabellensechste SV Sandhausen, sein. Dort haben die Sachsen in sechs Anläufen noch nie gewinnen können. Zwei Niederlagen stehen vier Remis gegenüber.

Auch das Hinspiel ist Neuhaus noch in «schmerzhafter Erinnerung». Das hatte Dynamo im August des vergangenen Jahres sang- und klanglos mit 0:4 verloren. Die Badener hätten damals den Schlüssel gefunden, um Dynamos bevorzugtes Spiel zu knacken. Zudem hat das Team von Kenan Kocak zwei Tage mehr Vorbereitungszeit.

Sandhausen agiere ähnlich wie die «Kiezkicker» vom FC St. Pauli. Soll heißen, dem Gegner wird die Gestaltung des Spiels überlassen, die Räume werden eng und jegliche Angriffsbemühungen bereits im Keim erstickt. «Sandhausen ist für jeden Gegner absolut ungemütlich, weil sie nicht nur hinten lauern. Sie bearbeiten einen unglaublich aktiv über den ganzen Platz», sagte Neuhaus. «Sie sind auch in der Lage, verschiedene Systeme zu spielen und sich damit auf jeden Gegner einzustellen.»

Kritik am eigenen Spiel will man aber nicht aufkommen lassen. Innenverteidiger Florian Ballas verteidigte die eigene Spielweise am Donnerstag noch mit Verweis auf die Hinserie: «Wenn wir uns hinten reinstellen und 90 Minuten auf Konter spielen, muss es auch nicht zwingend heißen, dass wir zum Abschluss kommen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass uns das System stark gemacht hat und dann gibt's auch überhaupt keine Diskussionen was zu ändern.» Letztlich ginge es darum, «ein paar Prozentpunkte draufzuhauen», sagte der 25-Jährige: «Wichtig ist, dass man den Kopf oben behält.»

Nebenmann Marcel Franke forderte: «Wir müssen langsam mit Punkten anfangen, dann ist es scheiß egal, ob wir in Sandhausen oder Düsseldorf auflaufen. Egal wie wir das machen, wir müssen dort drei Punkte holen.» Dresden reist als Tabellenzwölfter (23) nach Sandhausen.

Der 24 Jahre alte Innenverteidiger Franke war in der Winterpause als Leihgabe zurück nach Dresden gekommen und gab gegen den Kiez-Club sein Debüt in der Innenverteidigung.

Zweitliga-Premiere feierte gegen St. Pauli Nachwuchs-Keeper Markus Schubert, auch auf ihn wird es am Sonntag wieder ankommen. «Schubi hat seine Aufgaben hervorragend gelöst, an den Toren konnte er nichts machen», lobte ihn Neuhaus am Freitag.

Verzichten muss der 58-Jährige, der schon vor der Pauli-Pleite vor zwei Niederlagen gleich zu Beginn eindringlich gewarnt hat, weiter auf die Langzeitverletzten Marvin Schwäbe (Meniskuseinriss) sowie Pascal Testroet und Sören Gonther (Aufbautraining nach Kreuzbandverletzung). Ein Einsatz von Kapitän Marco Hartmann (Oberschenkelverhärtung) sei weiterhin ein «Drahtseilakt».