• Uwe Neuhaus bei der Pressekonferenz am Freitag vor dem Spiel in Duisburg (Foto: imago/Steffen Kuttner)

Dynamo will positiven Jahresabschluss

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Es ist die letzte Partie des Jahres, doch der Schlendrian soll beim Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden nicht wieder einkehren. «In Richtung Winterpause macht sich gern mal das Gefühl von Urlaub breit, dem haben wir die Woche entgegengesteuert», sagte Cheftrainer Uwe Neuhaus am Freitag im Hinblick auf das Duell beim MSV Duisburg am Sonntag (13.30 Uhr).

Dort wollen die Sachsen nach drei Siegen in Serie noch einmal drei Punkte einfahren. Die vermeintliche Heimschwäche der «Zebras» spiele dabei eine untergeordnete Rolle. «Ich glaube, dass sie in den vergangenen Wochen den Eindruck revidieren konnten, aber in unserer Herangehensweise ändert sich dabei ohnehin nichts», sagte Neuhaus.

Der 58-Jährige warnte vielmehr vor einem «Geduldsspiel», wie bereits am 1. Spieltag beim späten 1:0-Erfolg. Der Aufsteiger trete über die gesamte Saison als kompakte und geschlossene Einheit auf, die nur schwer zu knacken sei. Umso wichtiger sei es auch diesmal wieder, Geduld zu beweisen und Fehler im Aufbauspiel zu vermeiden.

Getrennt nur durch das Torverhältnis rangieren beide Teams mit 23 Punkten im Mittelfeld des Tableaus, haben fünf Punkte Abstand auf die Abstiegszone. Umso wichtiger sei noch einmal ein Sieg, nicht nur für einen positiven Jahresausklang. «Einige hatten sicherlich Angst, dass wir auf einem Abstiegsrang überwintern würden», sagte Neuhaus. «Das geht nun nicht mehr, umso schöner wären aber drei Punkte, um den Abstand weiter zu vergrößern.»

Dabei muss der Dynamo-Coach neben den Langzeitverletzten Pascal Testroet und Sören Gonther aber erneut auf Kapitän Marco Hartmann verzichten. Nach seiner abgesessenen Gelbsperre zog sich der 29-Jährige unter der Woche im Training einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zu. Ebenfalls fehlen wird Manuel Konrad aufgrund eines grippalen Infekts.

Gut möglich, dass Paul Seguin die vakante Position vor der Abwehr einnehmen wird und der wiedergenesene Niklas Kreuzer dessen Platz als Rechtsverteidiger einnimmt. Auch Nachwuchstalent Justin Löwe hofft auf seine Chance, er wird erstmals in dieser Saison zum Aufgebot des achtmaligen DDR-Meisters gehören.

Der 18-Jährige war vor Liga-Start aus dem eigenen Nachwuchs in den Profi-Kader gerückt, hatte aber immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Dennoch ist Neuhaus von seinem Eigengewächs überzeugt: «Er ist ein absoluter Fighter, der alles gibt. In den letzten Wochen ist er Stück für Stück rangekommen. Ich würde ihm zutrauen, seine Aufgabe zu erledigen, wenn er gebraucht wird.»

(dpa)