• Die Mitgliederversammlung von Dynamo wählte am Samstag unter anderem einen neuen Aufsichtsrat Foto: (c) Redaktion

    Die Mitgliederversammlung von Dynamo wählte am Samstag unter anderem einen neuen Aufsichtsrat Foto: (c) Redaktion

  • Der neue Aufsichtsrat von Dynamo

    Der neue Aufsichtsrat von Dynamo

Neuer Aufsichtsrat für Dynamo

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Autor: sport

Die Mitglieder von Dynamo haben im Congress-Center einen neuen Aufsichtstrat gewählt. Zur Wahl standen zwölf Kandidaten.  Sechs davon wurden durch die knapp 900 anwesenden Mitglieder gewählt. Die meisten Stimmen erhielt Michael Ziegenbalg. Außerdem gehören dem Aufsichtsratsrat Thomas Kuhnert, Dixie Dörner, Jens Heinig, Jürg Kasper und Jens Hieckmann an. Die restlichen drei Mitglieder des neuen Kontrollgremiums werden durch die Fangemeinschaft, den Jugend- und Ehrenrat entsandt.

Vereinspräsident Holger Scholze: "Ich danke allen Mitgliedern, die heute mit der Wahl des neuen Aufsichtsrates ihr Recht auf Mitbestimmung wahrgenommen und diese für unseren Verein bedeutsame Weichenstellung für die nächsten drei Jahre vorgenommen haben. Zugleich möchte ich den bisherigen und den neuen Aufsichtsräten im Namen aller Mitglieder ganz besonders für ihre Bereitschaft danken, dieses verantwortungsvolle sowie äußerst zeit und arbeitsintensive Ehrenamt auszufüllen. Die Sportgemeinschaft konnte am heutigen Tage die beste wirtschaftliche Bilanz ihrer Historie präsentieren. Diese überaus erfreulichen Zahlen bedeuten zugleich ein sehr hohes Maß an Verantwortung für die Geschäftsführung und das Kontrollgremium unseres Vereins."

Wirtschaftlich steht der Verein so gut wie noch nie da. Dynamo erwirtschaftete in der abgelaufenen Saison einen Rekordgewinnen von 4,5 Millionen Euro. Der Überschuss resultiert vor allem aus den Transfererlösen und TV-Geldern. Es ist der höchste Gewinn der SGD. Zum neunten Mal in Folge schreibt Dynamo damit schwarze Zahlen.  Der Verein verfügt mittlerweile über ein Eigenkapital von 9,4 Millionen Euro. Ein Abstieg in die 3. Liga würde die Umsätze zwar halbieren, stellt aber nach den Worten von Dynamos Wirtschaftsprüfer Erik Istel keine existenzbedrohende Situation mehr dar.

"Das ist das Gesamtergebnis aller Schwarz-Gelben. Wir werden die zur Verfügung stehenden Mittel zielgerichtet und verantwortungsvoll für unser Kerngeschäft, aber auch für die Weiterentwicklung der SGD und die Auseinandersetzung mit Zukunftsthemen einsetzen. Dazu zählt auch und ganz besonders die Schaffung einer Vereinsheimat. Um dieses Vorhaben mit Nachdruck in Angriff nehmen zu können, müssen wir jedoch 2020 zunächst den Neuabschluss des Stadionnutzungsvertrages unter Dach und Fach bringen. Daran arbeiten wir zusammen mit allen Partnern mit Hochdruck, auch mit dem Ziel, dass die Mietbelastung für Dynamo Dresden in Zukunft weiter sinkt“, erklärte der kaufmännische Geschäftsführer der SGD Michael Born.

Sport-Geschäftsführer Ralf Minge nahm kritisch zum bisherigen Saisonverlauf Stellung. Die Planung sei nach den Worten von Minge bislang nicht wie erhofft aufgegangen. Er übernehme dafür die Verantwortung. Der 59-Jährige kündigte Investitionen für die Winterpause an. Der Kader des Tabellenvorletzten der 2. Fußball-Bundesliga soll gezielt verstärkt und vergrößert werden. Dafür stehen rund 1,7 Millionen Euro zur Verfügung. Die Neuzugänge sollen laut Minge sofort weiterhelfen und damit keine große Eingewöhnungszeit benötigen.

"Ich stehe zu 100 Prozent hinter dem gesamten Team, jedem einzelnen Spieler und dem Trainerstab. Nichtsdestotrotz müssen und werden wir sukzessive mehr in unser Kerngeschäft, die Profimannschaft, investieren. Die Planung mit saisonübergreifenden Budgets verschafft uns dabei jetzt schon zusätzliche Flexibilität", so Minge am Samstag.