Dynamo will für stürmischen Auftritt sorgen

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Dynamo Dresden setzt wieder auf Offensive, will und muss Tore schießen. In den vier Spielen im Jahr 2022 gelangen dem Aufsteiger lediglich zwei Treffer. Nach abgesessener Gelbsperre soll Christoph Daferner den Angriff der Dresdner im Duell mit dem 1. FC Heidenheim am Freitag nun neu beleben. Trainer Alexander Schmidt hofft unabhängig von Sturmtief „Zeynep“ auf einen stürmischen Abend seiner Mannschaft. Trotz der Orkan-Warnung soll die Partie wie geplant angepfiffen werden.

«Es war nicht angenehm, das Spiel gegen Paderborn zu Hause vor dem Fernseher ansehen zu müssen» erklärte Daferner. Wirklich gebraucht habe er die Zwangspause trotz der Anstrengungen in den vergangenen Wochen auch nicht wirklich. Deshalb schob der 24-Jährige zuletzt Extraschichten, um «noch spritziger und dynamischer zu werden», wie Daferner am Donnerstag erklärte. Seit seinem Wechsel zu den Dresdnern im Sommer 2020 hat sich der Stürmer das Prädikat «unersetzbar» erarbeitet. Mit neun Treffern und zwei Assists ist der 24-Jährige an 50 Prozent aller Dynamo-Tore (22) in der laufenden Saison direkt beteiligt gewesen. Doch auch vor dem Topstürmer machte die Torkrise nicht halt. Seinen letzten Treffer markierte der Angreifer am 14. Januar beim 1:1 gegen den Hamburger SV.

«Im Offensivspiel hängt viel mit Selbstvertrauen und Lockerheit zusammen, vieles entscheidet sich im Kopf» sagte Daferner. An sich selbst und seine Mitspieler adressierte er, dass es wichtig sei, nicht zu verkrampfen. In diesen Tenor stimmte auch Trainer Alexander Schmidt ein. «Wir wollen die Zuschauer zurückgewinnen, die wir enttäuscht haben» sagte Schmidt. Gelingen soll dies nicht zuletzt auf Basis einer solide Abwehrleistung wie beim 0:0 gegen Paderborn in der Vorwoche. Es sei wichtig die Tugenden auf den Platz zu bringen, die den Aufsteiger selbst, aber auch den kommenden Gegner im Kern auszeichnen. «Heidenheim ist zweikampfstark, kompakt, kopfballstark. Sie verkörpern die zweite Liga» und daran wolle man sich messen lassen, sagte der 53-Jährige.

Wie schon in den vergangenen beiden Spielen muss Dynamo auf Torwart Kevin Broll verzichten. Wie lang es dauert, bis der 26-Jährige den Haarriss in seiner rechten Hand auskuriert hat, ist unklar. Vertreten wird Broll erneut durch Anton Mitryushkin, der sich zuletzt als sicherer Rückhalt erwies. (mit dpa)