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Dynamo will ersten Sieg in Hamburg

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Von den Zahlen will sich Dynamo Dresden nicht täuschen lassen. „Der Tabel­len­platz ist nicht als Grund­lage für dieses Spiel zu nehmen“, betonte Trainer Uwe Neuhaus vor dem Spiel beim FC St. Pauli an diesem Sonntag. Anpfiff ist 13:30 Uhr. Der Tabel­len­fünfte der 2. Fußball-Bundes­liga beim Tabel­len­letzten: Dresden hat mit 31 Punkten nur vier Zähler Rückstand auf den Relega­ti­ons­rang drei. St. Pauli kommt auf 14 Punkte, Tabel­len­platz 15 ist vier Punkte entfernt.Neuhaus warnt vor einem sehr unange­nehmen Gegner. Das hätte er so oder so gemacht, sagt der 57-Jährige. Doch nach dem 2:1-Erfolg der Kiezki­cker vom vergan­genen Wochen­ende gegen damaligen Tabel­len­führer Eintracht Braun­schweig „glaubt es der eine oder andere vielleicht noch eher.“ Auch Neuzu­gang Philip Heise steht seinem Trainer in nichts nach. Der 25 Jahre alte Winter­neu­zu­gang sieht eine ausge­gli­chene 2. Liga, da „kann jeder jeden schlagen. Wir dürfen nicht zwei Prozent weniger geben“.Mit bisher nur einem Sieg in dieser Saison ist St. Pauli jedoch bei weitem keine Heimmacht. Dennoch erwarten die Sachsen ein Spiel auf „Messers Schneide“. Die Mannschaft von Ewald Lienen sei sehr gut organi­siert und konzen­triere sich vornehm­lich darauf, erst einmal kein Gegentor zu kassieren. „Jede Mannschaft, die unten drin steckt kämpft und beißt. Mit ihren eigenen Fans im Rücken wird es noch ein Stück schwie­riger“, sagte Heise.Etwas Kopfzer­bre­chen bereiten Neuhaus auch die Platz­ver­hält­nisse am Millerntor. Schon vor dem Fernseher habe man zuletzt gesehen, dass alle Flach­pässe schnell verspringen würden. Auch hätten Spieler häufig Stand­schwie­rig­keiten. Deshalb müsse man überlegen, ob man den eigenen, teils von risiko­be­haf­teten Flach­pässen geprägten Offensiv-Fußball so beibe­halten könne. „Da brauchen wir einen Plan B und C. Vielleicht müssen wir den Ball ab und zu einfach lang nach vorn schlagen“, sagte Neuhaus.Der Trainer selbst brachte abwei­chend von seiner normalen Haltung gegen die Kiezki­cker eine System­um­stel­lung auf zwei Stürmer ins Gespräch. „Es ist denkbar, so zu handeln. Wenn wir mit zwei Stürmern gespielt haben, haben wir oft mit langen Bällen agiert“, erklärt er.Was die Zahlen betrifft, spricht die Statistik am Millerntor gegen die Sachsen. Noch nie konnte eine Dresdner Mannschaft dort gewinnen. Bei fünf Versu­chen gab es drei Nieder­lagen und zwei Remis. Das Hinspiel gewann Dresden durch ein Tor von Andreas Lambertz mit 1:0. „Das sind alles nur Zahlen, neue Runde – neues Glück“, betonte Heise.(dpa)