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Dynamo will ersten Auswärtssieg

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Für Dynamo Dresdens Trainer Uwe Neuhaus wird das Auswärts­spiel beim Aufsteiger SSV Jahn Regens­burg ein „echter Stress­test“. Dennoch wollen die Sachsen am Sonntag (13.30 Uhr) in der 2. Fußball-Bundes­liga endlich den ersten Auswärts­sieg der Saison einfahren. Doch Neuhaus warnte vor dem Gegner. „Sie bringen eine überra­gende Menta­lität auf den Platz und jeder Einzelne stellt sich zu einhun­dert Prozent in den Dienst der Mannschaft“, sagte er am Freitag.Dynamos Cheftrainer beschrieb eine „gnaden­lose Spiel­weise“ der Oberpfälzer und zog dabei Vergleiche zum großen sächsi­schen Konkur­renten RB Leipzig, die der Jahn-Coach Achim Beier­lorzer einst betreute. „Nach der Balle­r­obe­rung spielen sie mit tiefen Pässen schnell in die Spitze. Deswegen müssen wir selbst versu­chen, sie unter Druck zu setzen.“ Dafür brauche seine Team über 90 Minuten einen klaren Kopf, Wachheit, Handlungs­schnel­lig­keit und einfache Lösungen.Verzichten muss der 57-Jährige auf den Langzeit­ver­letzten Pascal Testroet, Patrick Wiegers und Erich Berko. Zudem fällt auch Philip Heise aus. Das Fehlen des 26 Jahre alten Links­ver­tei­di­gers wiegt nicht nur im Defen­siv­ver­bund schwer. Heise erzielte in sechs Pflicht­spielen drei Tore, zu zwei Treffern leistete er die Vorar­beit.Für ihn rückt aller Voraus­sicht nach Fabian Müller auf die Position des linken Vertei­di­gers, würde damit seinen 200. Zweit­liga-Einsatz feiern. „Ich kenne Fabian lange genug, er ist ein Spieler, wo man einfach weiß, was man bekommt“, sagte Neuhaus .Müller nahm bereits beim 3:0-Testspie­l­er­folg unter der Woche gegen den FC Oberlau­sitz Neugers­dorf die Heise-Position ein. Da teste Neuhaus auch ein System mit zwei Spitzen, was in Regens­burg aber noch keine Option sei. Es bleibe zumin­dest zum Anpfiff bei einer Spitze. Wer diese bekleiden wird, ließ Neuhaus noch offen. „Darüber mache ich mir nach dem Abschluss­trai­ning Gedanken. Natür­lich plane ich auch im Voraus, aber letzt­end­lich hat es jeder selbst in der Hand, mich durch Leistung zu überzeugen.“Dies gilt auch für seine Mittel­feld­ak­teure. Auch hier hat Neuhaus nach der Rückkehr von Niklas Haupt­mann die Wahl, auch wenn er auf Aias Aosman wohl kaum verzichten wird. Der 22-Jährige ist beson­ders motiviert, spielte bis 2015 beim „Jahn“. Vor allem auf die Duelle mit Andreas Geipl freue er sich: „Mit dem habe ich mich damals im Training schon immer gut bearbeitet. Ich weiß, dass er spielen wird.“(dpa)