Dynamo verzichtet auf Klage gegen Pokalausschluss
Dynamo verzichtet auf den Gang vor ein Zivilgericht! Damit nimmt der Verein keine weiteren rechtlichen Schritte gegen den Pokalausschluss in Anspruch. Ein entsprechendes Votum hatte die Mitgliederversammlung am 16. November der Geschäftsführung und dem neu gewählten Aufsichtsrat gegeben. Dynamo und der DFB hatten in den letzten Wochen intensive Gespräche geführt.Dynamos Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Blümel zum Klageverzicht: „Nach guten und intensiven Gesprächen mit dem DFB sind wir überzeugt, dass wir so die existenzbedrohende Situation, die durch die immer drastischeren und härteren Strafen entstehen würde, für den Verein abwenden können. Wir haben den Auftrag der Mitgliederversammlung von Dynamo Dresden zu erfüllen und richten unseren Blick jetzt nach vorn.“ Geschäftsführer Christian Müller ergänzte: „Die Beschlüsse des DFB-Bundestags zur Neuausrichtung der DFB-Sportgerichtsbarkeit eröffnen die Chance für einen Neuanfang – auch auf anderen Feldern.“Der DFB begrüßt die Entscheidung der SGD, den Klageweg einzustellen. Ein dauerhaftes Miteinander sei das Ziel für die Zukunft, heißt es in einer ersten Stellungnahme des Verbandes. Besonders hervorgehoben hat DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch vor allem das Verhalten der Dynamofans in dieser Saison. "Die Entscheidung der Führung von Dynamo Dresden ermöglicht den von DFB und der DFL seit längerem angebotenen Neuanfang im Verhältnis zwischen Verband und Verein. Einen wichtigen Beitrag zur Verständigung haben neben den guten Gesprächen der letzten Wochen mit der Vereinsführung die Fans von Dynamo Dresden geleistet, denn seit Beginn dieser Saison ist es zu keinen nennenswerten Sportgerichtsfällen mehr gekommen. Die Rechtsorgane des DFB werden die aus der letzten Saison noch offenen Sportgerichtsverfahren nun umgehend zum Abschluss bringen."Für diese 13 offenen Verfahren soll Dynamo nun mit einer einmaligen Geldbuße von 30.000 Euro belangt werden. Zudem wird das Vorstrafenregister der SGD mit dieser Vereinbarung auf Null gesetzt und der DFB wird Dynamo Dresden künftig bei strukturellen Veränderungen unterstützen. Als Beispiel gilt dabei die Stadionproblematik.In Zukunft will der DFB weg von der Bestrafung gegen Vereine. Eine gezielte Tätersuche steht im Vordergrund. Dabei werden sich Verein und Verband im Miteinander abstimmen. Zudem wollen Beide weiter an Präventivmaßnahmen arbeiten.