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Dynamo verschenkt Sieg im Sachsenderby

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Nur 1:1 - zu wenig! Dynamo hat am Sonntag­nach­mittag den Sieg im Derby gegen Aue verschenkt. Vor 30.084 Zuschauern - Zweit­li­gare­kord für die SGD - traf Thorsten Schulz in der 72. Minute zur Führung der Schwarz-Gelben. Die hielt dann auch bis in die Nachspiel­zeit, ehe Aues Kling­beil einen Patzer von Adnan Mravac nutzte und zum Ausgleich einnetzte. Dynamo hatte zu dem Zeitpunkt bereits 65 Minuten lang in Überzahl gespielt, nachdem der Auer Diring im ersten Durch­gang vom Platz flog. Unterm Strich zu wenig für Dynamo. Nach der Länder­spiel­pause geht es auswärts in Karls­ruhe weiter.Kaum Spiel­fluss im zerfah­renen DerbyAuf einer Position hatte Trainer Olaf Janßen die Siegerelf von München verän­dert. Für Chris­toph Menz durfte Filip Trojan von Beginn an ran. Den besseren Start ins Sachsen­derby erwischten dann aber die Gäste aus dem Erzge­birge. In der neunten Minute kam Solomon Okoronkwo völlig freiste­hend aus sechs Metern zum Kopfball. Benjamin Kirsten konnte mit einem Weltklas­se­re­flex aber den frühen Rückstand verhin­dern. Dynamo hatte dann auch in der Folge Probleme ins Spiel zu finden. Es gab viele Unter­bre­chungen. Auf dem seifigen Rasen spielten beide Teams oft Foul.Den nächsten großen Aufreger gab es erst nach 25 Minuten als Schieds­richter Daniel Siebert gegen Aues Dorian Diring die Ampel­karte zog. Kurz nachdem der Franzose gelb sah, foulte er erneut und sah folge­richtig gelb-rot. Weil auch Adam Susac auf Dresdner Seite nahm am Platz­ver­weis wandelte, nahm ihn Olaf Janßen aus Selbst­schutz runter und brachte Adnan Mravac. Dynamo wollte dann aber auch in Überzahl zunächst nichts gelingen. Die beste Chance - und das ist bezeich­nend - hatte Romain Brégerie per Freistoß, den Martin Männel im Auer Tor aber parierte. Torlos ging es in die Pause.Schulz packt den Hammer aus - Mravac patztIm zweiten Durch­gang waren dann keine 30 Sekunden gespielt, da zückte Schieds­richter Siebert bereits die vierte der insge­samt acht gelben Karten (die Beiden gegen Diring nicht einge­rechnet). Solomon Okoronkwo war mit zu viel Dampf aus der Pause gekommen und musste mit einer Verwar­nung abgekühlt werden. Spiele­risch war es weiter ein mageres Derby. Nach 57 Minuten hatten die Dynamo­fans dann den Torschrei auf den Lippen, als Robert Koch eine Kopfball­ver­län­ge­rung von Mickael Poté an den Pfosten lenkte. Der Treffer hätte wegen Abseits­stel­lung aber ohnehin nicht gezählt.Dynamo wurde jetzt aber besser und belohnte sich. Nachdem die Gäste den Ball nicht richtig klären konnten, fasste sich Thorsten Schulz ein Herz und versenkte den Ball von halbrechts aus 23 Metern mit Links im Auer Gehäuse - die 1:0-Führung für die SGD. Die Schwarz-Gelben wollten den Sack gegen zehn hoch stehende Auer nun zu machen. Mickael Poté schei­terte aber (83. und 89.) aus guten Positionen. So kam was kommen musste ...In der Nachspiel­zeit flog die Kugel weit in den Dresdner Straf­raum und landete bei Mravac. Der kann die Kugel nicht klären und spielt sie so direkt vor Aue-Kapitän René Kling­beil, der keine Mühe hatte zum Ausgleich einzu­netzen. 1:1 und dabei blieb es auch.

Audio:

Dynamo-Trainer Olaf Janßen im Inter­view
Steffen Menze, Thorsten Schulz, Benjamin Kirsten und Romain Bregerie zum 1:1 im Derby gegen Aue