• Iljutcenko trifft zur Führung. Im Hintergrund die Dynamo-Verteidiger Florian Ballas und Jannik Müller (Foto: imago/Eibner)

Dynamo verliert zum Jahresabschluss in Duisburg

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Autor: dpa

Die Serie ist gerissen und der Rekord ist futsch. Noch nie gewann Dynamo Dresden in der 2. Fußball-Bundesliga viermal in Serie und dabei bleibt es vorerst. Am Sonntag verloren die Sachsen im letzten Spiel vor der Winterpause beim MSV Duisburg durch Tore von Stanislav Iljutcenko (45.+1) und Kevin Wolze (83.) mit 0:2 (0:1) und überwintern dadurch mit 23 Punkten auf Platz zehn der Tabelle mit vier Zählern Vorsprung auf Relegationsplatz 16.

«Das ist natürlich nicht so schön, mit einer Niederlage in die Winterpause zu gehen. Aber wir wissen, dass wir das Fußballspielen nicht verlernt haben. In der Liga ist alles eng beieinander», sagte Innenverteidiger Florian Ballas nach dem Spiel.

Auf dem nur schwer zu bespielbaren Platz in der «Schauinsland-Reisen-Arena» taten sich die Mannen von Trainer Uwe Neuhaus lange Zeit schwer, auch weil Duisburg immer wieder zwischen hohem Pressing und einer tiefgestaffelten Defensive wechselte.

«Wir haben nicht so effektiv nach vorn gespielt wie in den vergangenen drei Partien. Das, was uns da gelungen ist, haben wir nicht ganz so gut hinbekommen. Gefühlt waren wir auch auf den Außenbahnen immer ein Mann weniger, wo wir die Durchschlagskraft nicht hinbekommen haben, um unsere Stürmer vorn zu bedienen», erklärte Ballas die Niederlage.

So hatte Dynamo vor 14 792 Zuschauern zwar mehr Ballbesitz, konnte aber nur selten für einen kleineren Ansatz von Torgefahr sorgen. Wenn es nach vorn ging, dann vor allem über die starke linke Seite von Philip Heise und Haris Duljevic.

Auf der anderen Seite agierte als Rechtsverteidiger Fabian Müller für Paul Seguin, der für den verletzten Kapitän Marco Hartmann ins defensive Mittelfeld rückte. Es war die einzige Änderung, die Neuhaus im Vergleich zum Auswärtssieg in Berlin vornahm, auch weil Stellvertreter Manuel Konrad aufgrund eines Infekts fehlte.

Bei Duisburgs Führungstreffer sahen sowohl Fabian, als auch Namensvetter Jannik Müller nicht gut aus. Nach einem langen Ball lief Ahmet Engin erst dem einen davon, dann setzte er sich gegen den anderen zu einfach durch und bediente anschließend Iljutcenko in der Mitte, der völlig freistehend aus fünf Metern einschieben durfte.

Es war die letzte Aktion vor dem Pausenpfiff und für Fabian Müller auch des Spiels, den 31-Jährigen ersetzte mit Wiederanpfiff Niklas Kreuzer.

Am Spiel änderte sich jedoch nichts, Dresden blieb im Spiel nach vorn ungefährlich, hätte aber nach einem Foul an Seguin (59.) einen Strafstoß bekommen müssen. Duisburg konterte dagegen geschickt und verpasste es, durch Kingsley Onuegbu (50.) und Fabian Schnellhardt (59.) zu erhöhen.

Einen weiteren Duisburger Konter konnte Jannik Müller kurz vor dem Strafraum nur noch per Foulspiel unterbinden, Wolze verwandelte den fälligen Freistoß aus 17 Metern sehenswert. «Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Auch ich muss mich bei der Mannschaft entschuldigen, war an den entscheidenden Aktionen beteiligt», sagte Jannik Müller.

(dpa)

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