Dynamo verliert in Regensburg

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Der Sieg gegen Fortuna Düsseldorf vom vergangenen Sonntag war für Dynamo Dresden nur ein kurzes Aufbäumen. Denn der Aufsteiger in die 2. Fußball-Bundesliga kassierte am Freitag gegen Jahn Regensburg bereits seine neunte Saisonniederlage. Das Team von Alexander Schmidt unterlag durch die Tore von Benedikt Saller (34.), Can Caliskaner (80.) und Haralambos Makridis (82.) bei den Bayern mit 1:3 (0:1). Christoph Daferner (47.) erzielte für die Sachsen den zwischenzeitlichen Ausgleich.

«Ich kann der Mannschaft gar nichts vorwerfen. Wir haben hier ein gutes Auswärtsspiel gemacht. Wir waren kämpferisch voll auf der Höhe», sagte Dynamos Kapitän Yannick Stark. «Es sind die Kleinigkeiten, die Spiele entscheiden. Dazu gehören auch die Corona-Fälle bei uns. Sie fehlen uns natürlich. Aber wir stehen zusammen, wir machen weiter.»

Viel wurde in der vergangenen Woche über Rückkehrer Kevin Ehlers gesprochen, der nach langer Verletzung in seinem ersten Saisonspiel vergangenen Sonntag wieder mehr Stabilität und Sicherheit in die Dresdner Abwehrreihe brachte.

Auch in Regensburg wollte Dynamo mit dem 20-Jährigen erstmals in dieser Saison auswärts ohne Gegentor bleiben. Doch aufgrund eines positiven Corona-Tests vom Donnerstag konnte Ehlers in heimischer Isolation nur vor dem Fernseher zuschauen. Auch Mittelfeldspieler Luca Herrmann musste aufgrund eines positiven Corona-Tests aussetzen.

Trotz der erneuten Personalschwierigkeiten gingen es die Gäste vor 3413 Zuschauern im Jahnstadion von Beginn an engagiert an. Doch gegen die gut gestaffelte Regensburger Hintermannschaft gab es kaum Torchancen. Einzig über Fernschüsse sorgten die Sachsen für ein wenig Torgefahr. Nur einmal musste Regensburgs Torwart Alexander Meyer in den ersten 45 Minuten eingreifen. Letztlich blieb aber auch der Schuss von Ransford-Yeboah Königsdörffer (31.) aus rund 17 Metern zu ungefährlich.

Die Hausherren waren da deutlich gefährlicher. Gleich mehrfach musste Dresdens Torwart Kevin Broll in höchster Not retten. Vor allem Sarpreet Singh (16./26./39.) scheiterte am Schlussmann. Auch Andreas Albers (23.) konnte ihn per Kopfball aus Nahdistanz nicht bezwingen.

Einzig bei der Regensburger Führung konnte Broll nicht mehr entscheidend eingreifen. Aus rund elf Metern kam Saller frei zum Schuss und traf unhaltbar ins rechte Eck.

Dynamo-Coach Schmidt musste zur Pause reagieren und brachte unter anderem mit Morris Schröter einen frischen Mann für die rechte Außenbahn. Ein Schachzug, der gelang. Denn nur zwei Minuten später flankte der 26-Jährige auf Daferner, der zum 1:1-Ausgleich einköpfte.

Auch im Anschluss war Dresden das bessere Team. Die Gäste drückten auf das Führungstor. Einzig die Torchancen blieben zumeist weiter aus. Die Tore fielen dafür wieder auf der Gegenseite. Caliskaner per Kopf nach einem Eckball und Makridis nach einem Konter besiegelten die neunte Dresdner Saisonniederlage. «Es war nicht schlecht von uns. Aber da waren einfach fünf oder sechs Schlüsselsituationen, wo wir uns nicht gut anstellen», sagte Dynamo-Coach Schmidt nach der Partie.

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Das Fazit von Dynamo-Trainer Alexander Schmidt zur Niederlage in Regensburg