Dynamo verliert deutlich in Paderborn

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Autor: dpa

Eine Niederlage zum Abschluss: Dynamo Dresden hat auch das letzte Spiel der Hinrunde in der 2. Fußball-Bundesliga verloren. Die Elf von Coach Maik Walpurgis unterlag am Samstag beim Aufsteiger SC Paderborn mit 0:3 (0:0) und blieb im 17. Spiel der Saison bereits das elfte Mal ohne Sieg. Ben Zolinski (54.), Sven Michel (77.) und Philipp Klement (90.+3) trafen vor 9335 Zuschauern in der Benteler-Arena zum sechsten Saisonsieg der Ostwestfalen, die damit auf Platz sieben der Tabelle rücken. Dresden bleibt trotz der siebten Saison-Pleite mit 22 Punkten Elfter. 

Schon nach der Heimpleite gegen Kiel herrschte bei den Dresdnern große Unzufriedenheit mit dem eigenen Defensiv-Verhalten. In Marco Hartmann, Linus Wahlqvist und Niklas Kreuzer fehlten bereits drei wichtige Verteidiger, beim Gastspiel in Paderborn musste nun auch der grippekranke Jannis Nikolaou passen. Walpurgis nahm dennoch nur eine Veränderung vor, brachte für den Deutsch-Griechen Flügelflitzer Baris Atik ins Team, Patrick Ebert rückte dafür ins zentrale Mittelfeld.

Nicht nur aufgrund der Ausfälle stand die Dresdner Hintermannschaft schon früh unter Druck und hatte ein ums andere Mal Glück und einen glänzend aufgelegten Markus Schubert im Tor. Nur kurz nach Anpfiff musste der Dynamo-Schlussmann gegen Sven Michel (3.), der den Ball völlig freistehend nicht im Tor unterbringen konnte, ein erstes Mal retten.

Auch in der Folge drückte die zweitbeste Offensive in der Liga auf das Führungstor. Doch weder Christian Strohdiek (5.), noch Michel (21./32.) und Tekpetey (45.) brachten den Ball im Tor unter.

Dynamo konnte sich nur selten aus der Umklammerung des SCP befreien. Gelang das dann doch einmal, wurden die wenigen Einschussmöglichkeiten aus durchaus vielversprechender Position kläglich vergeben. Ebert (25.) an der Strafraumkante und Aias Aosman (32.) aus sechs Metern treffen jeweils den Ball nicht richtig.

Auch nach der Pause bot sich zunächst ein ähnliches Bild. Paderborn drückte auf den Führungstreffer, kam aber zunächst nicht zum Abschluss. Dynamo probierte es weiterhin über schnelle Tempogegenstöße, konnte aber nur selten für Gefahr sorgen.

Die Paderborner Führung resultierte ausgerechnet aus einer Dresdner Offensivaktion. Nach einem abgewehrten Freistoß von Ebert konterten die Hausherren eiskalt und nutzten durch Zolinski die Überzahl. Der 26-Jährige ließ Schubert bei seinem vierten Saisontreffer keine Chance.

Walpurgis reagierte, brachte mit Lucas Röser und Haris Duljevic zwei weitere Offensivkräfte. Und das hätte sich fast bezahlt gemacht. Nur sieben Minuten später vergab Duljevic (71.) nach Vorarbeit von Röser die nächste hochkarätige Chance in aussichtsreicher Position, nur drei Minuten später rettete Paderborns Keeper Leopold Zingerle nach einem sehenswerten Freistoß von Brian Hamalainen (74). Klement erhöhte in der Nachspielzeit mit seinem zehnten Saisontreffer zum Endstand.

Audio:

Rico Benatelli nach dem 0:3 in Paderborn

Jannik Müller zur Pleite in Paderborn

Trainer Maik Walpurgis zum Spiel