Dynamo verliert auch in Darmstadt

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Die Luft für Dynamo Dresden und Trainer Maik Walpurgis wird nach dem fünften sieglosen Spiel immer dünner. Am Samstag unterlag der Fußball-Zweitligist beim Tabellennachbarn SV Darmstadt 98 mit 0:2 (0:1) und bleibt auch das vierte Duell in Serie ohne eigenen Treffer. Tobias Kempe (43./Foulelfmeter) und Serdar Dursun (85.) erzielten vor 11 330 Zuschauern im Merck-Stadion am Böllenfalltor die beiden Treffer, mit denen Darmstadt nach Punkten mit Dynamo gleich und in der Tabelle an den Sachsen vorbei auf Rang zwölf zog.

Die Partie lebte einzig von der Spannung aufgrund der Tabellen-Situation und hätte eigentlich keinen Sieger verdient. Beide Teams hatten vor allem mit sich selbst zu tun und geizten mit spielerischen Höhepunkten.

Dresden musste in Marco Hartmann, Florian Ballas, Moussa Koné und kurzfristig auch Patrick Ebert sowie Haris Duljevic gleich auf mehrere Stammkräfte verzichten. Trainer Walpurgis überraschte unter anderem mit Max Kulke in der Startformation. Der 18-Jährige stand erstmals überhaupt im Dynamo-Kader und durfte direkt von Beginn ran.

Den Schwarz-Gelben merkte man die zahlreichen Umstellungen an, vor allem im Spiel nach vorn haperte es an Ideen und Feingefühl. Oft blieben nur lange Bälle, die aber nur selten ihr Ziel fanden. So passierte lange Zeit nichts, erst nach rund 20 Minuten nahm das Spiel etwas Fahrt auf. Zunächst traf Immanuel Höhn (22.) zur Darmstädter Führung, die jedoch aufgrund einer Abseitsstellung nicht anerkannt wurde.

Auch im Anschluss hatten die Hausherren die Kontrolle über das Spiel übernommen und drückten Dresden in die eigene Hälfte. Torschüsse blieben dennoch Mangelware und so war es eine Standardsituation, die die Darmstädter Führung besorgte. Nach einem Freistoß von Kempe zeigte Schiedsrichter Patrick Arlt auf den Elfmeterpunkt, den wiederum Kempe unhaltbar verwandelte. Rico Benatelli hatte den Ball zuvor an den Arm bekommen, die Entscheidung war umstritten.

Walpurgis reagierte zur Halbzeit und brachte für den Debütanten Kulke Baris Atik, stellte damit auch von einer Dreier-Abwehrreihe auf eine Viererkette mit 4-2-3-1-System um. Der 24-jährige Deutsch-Türke brachte zunächst auch etwas Schwung ins Dynamo-Angriffsspiel und hatte nach einem langen Ball von Aias Aosman (56.) die große Ausgleichschance. Sein Schuss aus fünf Metern landete jedoch am Pfosten.

Dresden mühte sich nun, setzte die Hausherren seinerseits in ihrer Hälfte fest und erspielte sich weitere Einschussmöglichkeiten. Osman Atilgan (68.), Benatelli (69.) und Jannis Nikolaou (82.) scheiterten jedoch knapp. Im Gegenzug entschied Dursun nach einem Konter die Partie.

Audio:

Trainer Maik Walpurgis zur Pleite in Darmstadt und seiner Situation

Jannis Nikolaou nach der 0:2-Pleite in Darmstadt

Abwehrspieler Sören Gonther stellt sich nach dem 0:2 in Darmstadt weiter vor die Mannschaft