Dynamo spielt Unentschieden gegen Nürnberg
Trotz einer couragierter Leistung hat Dynamo Dresden den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf verpasst. Die Schwarz-Gelben waren am Samstag gegen den Aufstiegsaspiraten 1. FC Nürnberg das bessere Team, mussten sich am Ende aber mit einem 1:1 (1:0) zufrieden geben. Die Dresdner verpassten es, sich weiter von den Abstiegsplätzen abzusetzen und haben nur drei Zähler Vorsprung auf Relegationsplatz 16. Nürnberg wartet im Aufstiegsrennen nun bereits seit fünf Partien auf einen Sieg und kann erstmals seit dem 19. Spieltag wieder von einem direkten Aufstiegsplatz verdrängt werden.Rico Benatelli (44.) hatte die Hausherren vor 30.765 Zuschauern im DDV-Stadion verdient in Führung gebracht, Hanno Behrens (53.) erzielte etwas überraschend den Ausgleich für die Franken.Dynamos Cheftrainer Uwe Neuhaus hatte Veränderungen im Vergleich zur Niederlage in Ingolstadt angekündigt und rotierte sein Team ordentlich durch. Zurück zum altbewehrtem 4-3-3-System wechselte der 58-jährige gleich auf fünf Positionen. Neben Niklas Kreuzer, Haris Duljevic, Rico Benatelli und Kapitän Marco Hartmann rückte auch Torwart Marvin Schwäbe wieder in die Startelf.Die 22 Jahre alte Leihgabe der TSG Hoffenheim blieb in den ersten 45 Minuten allerdings lange Zeit beschäftigungslos, war nur in der Spieleröffnung gefordert. Die Gäste konzentrierten sich zunächst darauf, den Dresdner Ballbesitz-Fußball nicht zur Entfaltung kommen zu lassen.Die Hausherren waren bemüht und ließen den Ball gut laufen. Vor allem über die Außenbahnen versuchten die Gastgeber, zum Ziel zu gelangen, Einschussmöglichkeiten blieben allerdings Mangelware. Kleinere Möglichkeiten von Kreuzer (14.) und Niklas Hauptmann (34.) stellten keine Gefahr für Nürnbergs Torwart Fabian Bredlow dar. Ein Freistoß von Philip Heise (42.) aus spitzem Winkel prallte abgefälscht auf die Lattenkante.Kurz vor der Pause überschlugen sich die Ereignisse. Erst staubte Benatelli per Kopf nach einer scharfen Hereingabe von Heise zur verdienten Dresdner Führung ab, nur eine Minute später rettete Schwäbe (45.) auf der Gegenseite mit einem sensationellen Reflex gegen den Ex-Dynamo-Spieler Marvin Stefaniak.Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine, doch die Gäste agierten nach dem Seitenwechsel zunächst zielstrebiger nach vorn. Als Konsequenz fiel, wenn auch etwas überraschend, der Ausgleichstreffer von Behrens.Anschließend passierte nicht mehr viel in beiden Strafräumen. Die Gäste zogen sich weiter zurück und machten die Räume eng. Dynamo hatte zwar mehr Ballbesitz, konnte diesen aber nicht in Torgefahr ummünzen und verpasste damit den ersten Heimsieg gegen Nürnberg.