Dynamo scheitert unglücklich im DFB-Pokal - Chaoten sorgen für Negativschlagzeilen
Bittere Pleite für Dynamo! Die Schwarz-Gelben sind in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals bei Hannover 96 gescheitert. Erst im Elfmeterschießen musste sich die SGD geschlagen geben. Nach 120 Minuten stand es 1:1 Unentschieden. Kleine Fangruppen sorgten am Rande des Spiels zudem deutschlandweit für Negativschlagzeilen.Polizei mit 1000 Beamten im EinsatzDie Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, Wasserwerfer fuhren vor, die Reiterstaffel war im Einsatz. Beim Fanmarsch mit bis zu 1.500 Dynamofans wurde laut Polizei massiv Pyrotechnik abgebrannt. An der Südkurve stürmten einige Fans den Einlass, Ordner seien geflüchtet.An der Stadthalle von Hannover lieferten sich Fans aus beiden Lagern Auseinandersetzungen. Auch nach dem Spiel suchten Hooligangruppen von beiden Seiten die Konfrontation, die Polizei sei dazwischen gegangen, so ein Sprecher. Auch im Stadion wurde auf beiden Seiten Pyrotechnik abgebrannt. Einige Dresdner Fans kletterten nach Abpfiff von den Rängen aufs Spielfeld. Von einem Platzsturm könne aber keine Rede sein, so die Polizei.Insgesamt wurden drei Fans vorläufig festgenommen, sie müssen sich u.a. wegen Raub und Körperverletzung verantworten. 18 Fans waren während des Spiels in Polizeigewahrsam. Sechs Polizisten und Ordner seien leicht verletzt worden.Brégerie gleicht Nackenschlag ausMit drei Veränderungen sind die Schwarz-Gelben in das Pokalspiel bei Erstligist Hannover 96 gegangen. Florian Fromlowitz durfte ins Tor und die in der Liga zuletzt gesperrten Robert Koch und Romain Brégerie rückten ebenfalls in die Startelf. Das Spiel begann wie erwartet. Hannover machte deutlich, dass sie als Bundesligist und Gastgeber der Herr im Haus sind. Dynamo lauerte auf Kontergelegenheiten und nach zehn Minuten bot sich dann auch für Cristian Fiél die Chance. Er scheiterte aber. Hannover erhöhte im Anschluss den Druck und wurde vor allem über die Außenbahnen gefährlich. In der 15. wurden die Niedersachsen dafür auch belohnt. Ya Konan brachte den Ball gefährlich an den Fünfmeterraum der Dynamos, wo Diouf einschießen konnte. Der Favorit führte mit 1:0. Doch das Gegentor war wie ein Weckruf für die Schwarz-Gelben, die jetzt offensiver wurden. In der 27. Minute versuchte es dann Idir Ouali mit einem Alleingang in der Hälfte der Gastgeber und konnte nur per Foul gestoppt werden. Den fälligen Freistoß verwandelte Romain Brégerie ins linke obere Eck. In der Folge sahen die 30.000 Zuschauer, darunter rund 12.000 sehr lautstarke Dynamofans eine ausgeglichene Partie, Robert Koch hatte kurz vor dem Halbzeitpfiff noch eine Riesenchance zur Führung. Zieler konnte aber parieren. Mit dem 1:1 ging es dann in die Pause.Poté vergibt MatchballIm zweiten Durchgang zunächst das gleiche Bild. Wieder war der Erstligist aktiver und die Dynamos lauerten auf Kontermöglichkeiten. In der 54. Minute hatte die SGD zunächst Glück, als Haggui einen Kopfball nur an den Pfosten brachte. Nur drei Minuten später hatte Mickael Poté dann die Führung auf dem Fuß. Cheikh Gueye setzte sich auf der rechten Seite durch und spielte den Ball flach ins Zentrum, wo Poté per Direktabnahme scheiterte. Es ging dann weiter hin und her und in der 82. Minute hatte Solga die Chance auf das Siegtor. Sein Schuss verfahlte das Tor aber deutlich. Es passierte dann nicht mehr viel und so kam was kommen musste - die Verlängerung!Losilla und Poté scheitern vom PunktIn der Verlängerung zogen sich die Dynamos mit zunehmender Zeit immer weiter zurück. Die Kräfte schwanden, aber der Kampfgeist war groß! In der 99. Minute wäre es dann beinahe passiert. Subasic klärte per Kof in die Mitte, wo Schmiedbach aus rund 30 Metern aufs Tor schoss. Fromlowitz reagierte stark. Im Nachschuss versuchte es Sobiech gleich mehrfach, aber erneut Fromlowitz sowie Jungwirth und Savic verteidigten im Kollektiv das 1:1. Sonst passierte in der Extraspielzeit nicht mehr viel. Es ging ins Elfmeterschießen. Dort versagten Anthony Losilla als Erstem die Nerven. Hoffnung keimte bei den Schwarz-Gelben auf, als Hannovers Sobiech an der Querlatte scheiterte. Die letzten beiden Schützen mussten die Entscheidung bringen. Hannover legte durch einen sicheren Elfmeter von Schlaudraff vor und so lag der ganze Druck auf Mickael Poté. Der Nummer 10 der Dynamos zeigte aber Nerven und scheiterte an Ron-Robert Zieler. So unterliegt Dynamo Dresden am Ende sehr unglücklich im Elfmeterschießen. Dennoch auf dieser kämpferisch sehr starken Leistung lässt sich aufbauen. Am kommenden Sonntag geht es in der 2. Bundesliga zu Hause gegen Union Berlin weiter. Dann soll wieder ein Dreier her.