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Dynamo reagiert auf Krawalle und kündigt Maßnahmen an

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Nach den Ausschreitungen beim Heimspiel gegen Hertha BSC am 4. April, hat Dynamo Dresden erste Konsequenzen gezogen. Das gab der Verein am Dienstagnachmittag bekannt. Nach Vereinsangaben wurden in Gesprächen mit Verbänden, Polizei, Fanprojekt, Hertha BSC, Innenministerium und Stadt Dresden zahlreiche Erkenntnisse gesammelt. Demnach wurde bereits vor Spielbeginn eine Sicherheitsscheibe im Gästebereich beschädigt, zudem kam es zu einem Fahnendiebstahl. In der Folge fehlte beim Aufeinandertreffen beider Fanlager zeitweise die geplante Präsenz des Ordnungsdienstes im Innenraum.

Geschäftsführer Stephan Zimmermann kündigte ein konsequentes Vorgehen an: Täter sollen identifiziert und neben strafrechtlichen Maßnahmen auch mit Stadionverboten belegt werden. Präsident Ronny Rehn stellte klar, dass bei schweren Verstößen auch Vereinsausschlüsse geprüft werden.

Neben personellen Maßnahmen plant Dynamo infrastrukturelle Anpassungen im Rudolf-Harbig-Stadion. Zudem wird das Sicherheitskonzept überarbeitet. Künftig sollen bei Hochrisikospielen zusätzliche Ordner im Innenraum eingesetzt, Polizeikräfte im Stadion positioniert und Pufferzonen im Heimbereich erweitert werden.

Auch Sachsens Innenminister Armin Schuster bewertete die Maßnahmen als deutliches Signal und forderte weitere konsequente Schritte gegen Gewalt rund um Fußballspiele.

Am 4. April waren Anhänger von Dynamo Dresden und Hertha BSC in den Innenraum vorgedrungen und hatten sich mit Pyrotechnik beschossen. Das Zweitligaspiel wurde daraufhin in der ersten Halbzeit für rund 20 Minuten unterbrochen.

Audio:

Dynamo-Geschäftsführer Stephan Zimmermann zu den ersten Konsequenzen nach den Ausschreitungen vom 4. April