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Dynamo-Präsident Hauke Haensel wirft hin

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Dynamo muss sich einen neuen Präsi­denten suchen. Hauke Haensel wirft die Brocken hin. Er wird zur Mitglie­der­ver­samm­lung am 21. November sein Amt aufgeben. Hinter­grund: Haensel will dem Verein Perso­nal­que­relen ersparen. Zudem sei die zeitliche Belas­tung ein Faktor. Aufgrund von persön­li­cher und beruf­li­cher Verpflich­tung wolle er sich zurück­ziehen. Zuletzt liefen auch zwei Ehren­rats-Verfahren gegen den Präsi­denten, die abgewiesen wurden. Diese haben aber kaum eine Rolle gespielt. Haensel führte den Verein 4 Jahre als Präsi­dent.In der persön­li­chen Erklä­rung teilte Haensel mit:"Am gestrigen Montag musste sich der Ehrenrat der SG Dynamo Dresden mit zwei Verfahren beschäf­tigen, deren Initia­toren mir vorwarfen, satzungs­widrig gehan­delt zu haben. Diese Verfahren wurden vom Ehrenrat unter Leitung seines Vorsit­zenden, des Rechts­an­waltes Dr. Klemens Rasel, zurück­ge­wiesen. Zuvor hatte schon das Präsi­dium Dynamo Dresdens – ohne mein Zutun – einen Antrag als satzungs­widrig und gegen­standslos abgelehnt, mich im Rahmen der kommenden ordent­li­chen Mitglie­der­ver­samm­lung abzuwählen. Diesen Beschluss bestä­tigte der Ehrenrat. Ich bedanke mich bei den Mitglie­dern beider Gremien für diese klaren Entschei­dungen. Dennoch gibt mir die Situa­tion zu denken. Denn es schadet aus meiner Sicht unserem Verein, wenn dem in Teilen der Öffent­lich­keit gepflegten Vorur­teil Nahrung gegeben wird, bei Dynamo bestimmten Selbst­dar­steller und immer neue Perso­nal­que­relen den Alltag."Und weiter:"Ich bin gewiss, dass es mit der bevor­ste­henden ordent­li­chen Mitglie­der­ver­samm­lung gelingen wird, den Verein endgültig in ruhiges Fahrwasser zu bringen. Dazu gehören Diskus­sion um Ziele, Konzepte und Wege. Wichtig ist es mir aber, unserer Sport­ge­mein­schaft unersprie­ß­liche persön­liche Ausein­an­der­set­zungen zu ersparen. Ich jeden­falls werde mich an solchen Debatten nicht betei­ligen. Die SG Dynamo Dresden steht vor wichtigen struk­tu­rellen Verän­de­rungen. Der Präsi­dent wird dabei in beson­derer Weise gefor­dert sein, um unter den Mitglie­dern und in der Öffent­lich­keit für Verständnis und Unter­stüt­zung zu werben. Daraus erwachsen absehbar noch höhere auch zeitliche Belas­tungen. Darauf will und kann ich mich aufgrund persön­li­cher, vor allem aber zuneh­mender beruf­li­cher Verpflich­tungen nicht einlassen. Nach reifli­cher Überle­gung habe ich mich deshalb entschlossen, meine ehren­amt­liche Arbeit als Präsi­dent der SG Dynamo Dresden nach der ordent­li­chen Mitglie­der­ver­samm­lung am 21.11. 2010 zu beenden und mein Mandat als Mitglied des Präsi­diums zurück­zu­geben. Dieser Schritt fällt mir nicht leicht. Alle, die ich damit enttäu­sche, bitte ich um Verständnis."

Audio:

Dynamo-Präsi­dent Hauke Haensel im Inter­view hören