Dynamo muss Mitgliederversammlung abbrechen

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Die Dynamo-Mitgliederversammlung ist am Mittag abgebrochen worden. Bereits kurz nach Start der virtuelle Veranstaltung gab es große technische Probleme. Dynamo prüft auch Schadensersatzforderungen gegenüber dem technischen Anbieter Linkando. Das Unternehmen hatten offenbar Probleme im Rechenzentrum und auch mit der Konferenz-Software. Ein technisch reibungsloser Ablauf konnte nicht mehr garantiert werden. Deshalb wurde die Versammlung am Mittag nach zwei Stunden Wartezeit abgebrochen. 

411 Mitglieder, darunter 391 stimmberechtigte, hatten sich zu Beginn der ersten Online-Mitgliederversammlung des Vereins eingewählt. Bei der Veranstaltung sollte ein neues Präsidium gewählt werden. Mit Spannung waren auch der Geschäftsbericht und die Bilanz nach der Corona-Saison erwartet worden. Das Dynamo-Präsidium entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten und versprach eine intensive Analyse und Aufarbeitung der Umstände.

Bereits unmittelbar nach den Begrüßungsworten von Präsident Holger Scholze kurz nach 10 Uhr kam es zu den ersten technischen Problemen mit dem Stream. Noch bevor die erste Abstimmung über die Zulassung der Medien an der Mitgliederversammlung durchgeführt werden konnte, gab es größere Serverprobleme. Immer wieder wurde versucht diese zu beheben. Am Mittag um 12:10 Uhr wurde die Versammlung dann abgebrochen. 

In einem Online-Pressegespräch ging der Kaufmännische Geschäftsführer Jürgen Wehlend am Samstagnachmittag auf einige Punkte ein. So werden Dienstleister und Geschäftsführung bis zum Donnerstag die Probleme aufarbeiten und bei einer Aufsichtsratssitzung das weitere Vorgehen besprechen. Aufgrund der Komplexität sieht Wehlend eine Neuansetzung der Mitgliederversammlung erst im November, wenn die für das Jahr 2021 obligatorische Versammlung ohnehin stattfinden wird. Dann werden zwei Geschäftsjahre behandelt.

Wehlend gab aber schon erste Zahlen bekannt. Nachdem im Geschäftsjahr 2019/2020 trotz der beginnenden Corona-Krise und des Abstiegs in die 3. Liga noch ein Gewinn von 1,25 Millionen Euro erwirtschaftet worden war, geht er für das Jahr 2020/2021 von vier Millionen Euro Verlust aus. Das sind rund 1,8 Millionen Euro weniger als befürchtet. Grund für die Verbesserung der Bilanz ist die Reduzierung beeinflussbarer Kosten, vor allem Investitionen im Digitalbereich. Werden zudem noch weitere Überbrückungshilfen für den damaligen Drittligisten ausgezahlt, kann sich der Verlust auf 2,5 bis drei Millionen Euro weiter verringern.

Der Geschäftsführer hofft, mit Beginn der neuen Saison ein Stufenkonzept für die Rückkehr der Zuschauer einführen zu können. Demnach könnten zunächst 10 000 Fans beim Saisonstart der 2. Bundesliga dabei sein und die Zahl Schritt für Schritt erhöht werden. Aus diesem Grund gibt es zunächst keine Dauerkarten, was sich im Saisonverlauf jedoch noch ändern kann.

Der Dienstleister hat fieberhaft daran gearbeitet, die technischen Probleme zu beheben, kann aber nicht garantieren, dass ähnliche Probleme bei einer #sgdmv-Fortführung ausbleiben. Das Versammlungspräsidium hat daher einstimmig beschlossen, die Versammlung abzubrechen. #sgd1953

— SG Dynamo Dresden (@DynamoDresden) June 12, 2021