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Dynamo mit Personalnot gegen Fortuna Düsseldorf

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Eine lange Saison hinter­lässt Spuren. Das bekommt derzeit auch Uwe Neuhaus zu spüren. Der Trainer vom Fußball-Zweit­li­gisten Dynamo Dresden muss ausge­rechnet im 100. Heimspiel der Zweit­liga-Geschichte am Oster­sonntag gegen Fortuna Düssel­dorf (13.30 Uhr/Sky) voraus­sicht­lich auf gleich zwölf Spieler verzichten. „Aktuell haben wir 15 gesunde Spieler im Kader. Ich hoffe nicht, dass sich noch jemand krank meldet“, sagte der 57-Jährige am Freitag.Kapitän Marco Hartmann, Pascal Testroet, Robin Fluß und Marc Wachs fehlen verletzt, Aias Aosman muss wegen seiner fünften Gelben Karte pausieren. Weitere sieben Spieler meldeten sich unter der Woche aufgrund eines Virus­in­fekts krank. „Es gab da wohl einen spenda­blen Wirt in der Kabine“, sagte Neuhaus. Patrick Wiegers, Hendrik Starostzik, Andreas Lambertz, Erich Berko, Marcos Álvarez, Nils Teixeira und Florian Ballas steckten sich an. „Trotzdem werden wir eine schlag­kräf­tige Truppe auf den Platz bringen, die das Spiel gewinnen kann“, erklärte der Trainer.Beson­ders bitter wiegt der Ausfall wohl für Andreas Lambertz. Dynamos Routi­nier fieberte der kommende Partie beson­ders entgegen. 13 Jahre spielte der 32-Jährige bei den Fortunen, trug dabei in 340 Partien das Trikot der Westfalen. 2003 erhielt der damals 18-Jährige beim Oberli­gisten seinen ersten Profi­ver­trag und stieg mit der Fortuna 2012 in die Bundes­liga auf. 2015 musste der gebür­tige Westfale seine Heimat verlassen, in Dresden fand er eine neue.„Für ihn ist es natür­lich bedau­er­lich. Aber egal, wie sehr er will, deswegen wird es nicht schneller gehen. Am Ende möchte jeder am Sonntag spielen“, sagte Neuhaus, der vorsichts­halber drei U19-Spieler nominierte.So könnte auch Akaki Gogia schneller als gedacht wieder ein Platz in der Startelf winken. Der offen­sive Mittel­feld­spieler feierte am Montag erstmals nach knapp zehn Wochen Verlet­zungs­pause sein Comeback für Dynamo, wurde in der 72. Minute im Spiel bei Eintracht Braun­schweig (0:1) einge­wech­selt. „Das muss der Trainer entscheiden. Ich bin gesund und fühle mich wohl, wieder auf dem Platz mit der Truppe zu stehen“, sagte 25-Jährige.Der Deutsch-Georgier gibt für Sonntag die Marsch­rich­tung seines Teams vor. Acht Punkte Rückstand hat der Tabellen-Fünfte nach der späten Nieder­lage in Braun­schweig auf Relega­ti­ons­rang drei, weswegen man noch einmal „alles in die Waagschale werfen und so viele Punkte wie möglich holen“ wolle, so Gogia. „Wenn wir noch 18 Punkte holen, könnte noch was gehen.“Seine persön­liche Zukunft bleibt aller­dings weiterhin offen. Er ist noch bis zum Saison­ende vom engli­schen Zweit­li­gisten FC Brent­ford ausge­liehen. „Jeder weiß, ich fühle mich brutal wohl. Wichtig jetzt ist erst einmal, gesund zu bleiben. Über alles andere mache ich mir keinen Kopf“, sagte er.(dpa)