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Dynamo macht Aufstieg perfekt

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Pascal Testroet vergoss Freuden­tränen, sein konge­nialer Sturm­partner Justin Eilers kündigte einen phäno­me­nalen Party-Marathon an: 706 Tage nach dem Abstieg kehrt die SG Dynamo Dresden in die 2. Fußball-Bundes­liga zurück. Vier Spiel­tage vor dem Saison­schluss der 3. Liga machte der Liga-Dominator dank des 2:2 (0:1) im Ost-Klassiker beim 1. FC Magde­burg die Rückkehr ins deutsche Unter­haus perfekt. Zwar lieferte die Elf von Coach Uwe Neuhaus keine Glanz­leis­tung ab, aber in der mit 21 954 Zuschauern ausver­kauften MDCC-Arena sorgten nach zwischen­zeit­li­chem 0:2-Rückstand die Top-Torjäger Testroet (63. Minute) und Eilers (67.) mit ihren Saison­toren 18 und 20 für den nötigen Punkt­ge­winn.Die Sachsen profi­tierten vom gleich­zei­tigen Patzer des VfL Osnabrück, der zu Hause gegen den FSV Mainz 05 II nur zu einem 1:1 kam und kann damit nicht mehr von einem der ersten beiden Tabel­len­plätze verdrängt werden.Dresden hat 14 Punkte Vorsprung auf den dritt­plat­zierten Würzburger Kickers, aber nur noch zwölf Punkte sind in den letzten vier Partien zu vergeben. In der spannenden Partie hatten die Magde­burger durch Michel Niemeyer (41.) und Manuel Farrona Pulido (60.) verdient geführt. Aber inner­halb von vier Minuten drehte der bis dahin blasse Favorit die Partie. „Die ersten 60 Minuten vergessen wir. Aber wir haben immer an uns geglaubt. Es ist der Wahnsinn, wir sind überglück­lich“, sagte Testroet, der seine Freuden­tränen nicht verbergen konnte.Eilers kündigte eine Mega-Party an. Denn in der heimi­schen Arena hatten 10 000 Fans beim Public Viewing den Aufstieg eupho­risch bejubelt. Die Mannschaft fuhr nach dem Spiel direkt nach Dresden ins Stadion, um da mit den Fans zu feiern. „Das ist absolut geil, jetzt haben wir es geschafft, das ist pure Freude. Jetzt werden wir ausge­lassen feiern“, kündigte Eilers an: „Das Jahr ist einfach unfassbar.“Bundes­liga-Referee Manuel Gräfe pfiff das als Hochri­si­ko­partie einge­stufte Duell, welches mit einem Großauf­gebot von etwa 1000 Polizisten aus sechs Bundes­län­dern abgesi­chert wurde, mit acht Minuten Verspä­tung an. Mit dem Start zogen dichte Nebel­schwaden ins Stadion, da zahlreiche Pyro-Fackeln gezündet wurden. Auch während der Partie waren immer wieder Böller zu hören.700 der 2000 Dynamo-Anhänger kamen aller­dings nicht ins Stadion. Wie die Polizei mitteilte, traf diese Entschei­dung der 1. FC Magde­burg, der damit sein Hausrecht wahrnahm. Begründet wurde dies mit der „aggres­siven Grund­stim­mung“ der Dresdner. Vor dem Stadion hatte es Range­leien zwischen den Fußball­fans und Polizisten gegeben, bei denen einige Beamte verletzt wurden.Auf dem Rasen waren die Dresdner, die seit dem 3. Spieltag an der Tabel­len­spitze stehen, passiv und nervös. Die Abwehr wackelte immer wieder und die Offen­sive fand so gut wie gar nicht statt.Die Gastgeber hingegen waren das druck­vol­lere Team mit den besseren Chancen. In der 15. Minute traf FCM-Stürmer Chris­tian Beck, aber Gräfe pfiff wegen klarer Abseits­stel­lung ab. Die Überle­gen­heit münzte Niemeyer dann jedoch kurz vor der Pause in die Führung um.Auch in der zweiten Hälfte war der FCM dem 2:0 näher als die Gäste dem Ausgleich. In der 53. Minute kratzte Wiegers einen Schuss von Jan Löhmanns­röben von der Linie. Eine Minute später traf Manuel Farrona Pulido nur die Latte, Beck verzog den Nachschuss knapp. Farrona Pulido markierte mit einem sehens­werten Drehschuss das 2:0. Doch Inner­halb von nur vier Minuten drehten die Sachsen die Partie.Kurz nach dem 2:2 musste Gräfe die Partie in der 69. Minute für knapp fünf Minuten unter­bre­chen, da Dresdner Fans Pyrotechnik zündeten und eine Rauch­bombe auf das Feld warfen.(dpa)

Audio:

Kapitän Michael Hefele im Aufstiegs­in­ter­view
Abwehr­spieler Giuliano Modica freut sich beson­ders über den Aufstieg in Magde­burg
Quirin Moll wird die SGD nach dem Aufstieg verlassen
Aufstiegs­trainer Uwe Neuhaus freut sich über das erreichte Saison­ziel
Pascal Testroet ist zum dritten Mal aufge­stiegen