Dynamo kassiert unnötige Pleite in Nürnberg
Den Gegner dominiert, das Spiel aber verloren: Die SG Dynamo Dresden hat erstmals nach drei Spielen in der 2. Fußball-Bundesliga wieder eine Niederlage kassiert. Trotz deutlicher Überlegenheit zogen die Sachsen am Sonntag beim 1. FC Nürnberg mit 1:2 (0:1) den Kürzeren. Mikael Ishak (7.) und Cedric Teuchert (83.) trafen vor 33 601 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion für den „Club“, Peniel Mlapa (69./Foulelfmeter) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich. Philip Heise kassierte in der Nachspielzeit wegen groben Foulspiels noch eine Rote Karte.„Das ist sehr bitter, wir haben gehen einen guten Gegner ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht. Wir waren die klar bessere Mannschaft. So ein Spiel dürfen wir nicht verlieren“, sagte Manuel Konrad. Dresden fiel nach der vierten Saisonniederlage auf Rang zwölf in der Tabelle zurück.Aufgrund von Verletzungen musste Dynamos Cheftrainer Uwe Neuhaus sein Team erneut umstellen. Im Vergleich zum Remis der Vorwoche rückten Aias Aosman und Andreas Lambertz für Niklas Hauptmann (Infekt) und Marco Hartmann (Muskelfaserriss im Gesäßmuskel) ins zentrale Mittelfeld.Doch das Fehlen von Kapitän Hartmann machte sich nur selten bemerkbar. Lambertz, der zugleich dessen Kapitänsbinde übernahm, bewies trotz seiner 33 Jahre bis zu seiner Auswechslung viel Laufbereitschaft und hatte nach fast einer halben Stunde die große Ausgleichsmöglichkeit auf dem Kopf. Nach einer perfekt zwischen Abwehr und Torwart geschlagenen Heise-Flanke köpfte der Routinier den Ball aus fünf Metern aber an den Pfosten.Zuvor war sein Team überraschend in Rückstand geraten. Denn Dynamo begann äußerst schwungvoll, schnürte die Hausherren in deren Hälfte ein. Doch das erste Tor fiel auf der anderen Seite. Nach einem Eckball kam Ishak völlig frei im Rücken von Lambertz an den Ball und schob unbehelligt zur Nürnberger Führung ein.Den Dresdner Angriffsbemühungen tat das keinen Abbruch. Die Sachsen kombinierten sich immer wieder in Richtung Nürnberger Strafraum, vor allem über die Außenbahnen. Was fehlte, war zum einen die Präzision bei Flanken, aber auch die Abnehmer in der Mitte.Wenn es gefährlich wurde, dann meist über Fernschüsse. Aosman (11.) mit seinem schwächeren linken Fuß aus 18 Metern und Konrad (19.) aus 20 Metern, verfehlten das Gehäuse von Thorsten Kirschbaum jeweils nur knapp. Bei einem Schuss von Haris Duljevic (31.) aus 16 Metern war der Keeper der Franken zur Stelle.Erst als Dresden sich eine kleine Verschnaufpause gönnte, kam der „Club“ zu Gelegenheiten. Teuchert und Kevin Möhwald scheiterten in der 40. Minute per Doppelchance an Marvin Schwäbe.Zur Pause wechselte Neuhaus offensiv, für den früh in der Partie verwarnten Innenverteidiger Jannik Müller kam Erich Berko ins Spiel. Er rückte auf die rechte Außenbahn und konnte nach einem leichten Stoßen von Tim Leibold in der 68. Minute den schmeichelhaften Elfmeterpfiff für sich vernehmen. Mlapa verwandelte den Strafstoß zum hochverdienten Ausgleich. Doch nach einer Unaufmerksamkeit von Duljevic im Aufbauspiel tauchte Teuchert plötzlich frei vor dem Dynamo-Tor auf und schob zum Endstand ein.(dpa)