• Dynamo verliert unnötig mit 0:1 in Fürth (Foto: imago/Zink)

Dynamo kassiert unnötige Pleite in Fürth

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Autor: dpa

Die SG Dynamo Dresden hat einen wichtigen Schritt im Kampf gegen den Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Die Sachsen verloren am Sonntag gegen den direkten Konkurrenten Greuther Fürth mit 0:1 (0:1) und rückten dadurch wieder tief in den Tabellenkeller. Als Tabellen-13. hat die Elf von Trainer Uwe Neuhaus nur noch drei Punkte Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsrang, belegt von den Fürthern.

Lukas Gugganig (39.) erzielte den überraschenden Siegtreffer für die Franken, denn zuvor sahen die 10 390 Zuschauer im «Sportpark Ronhof | Thomas Sommer» deutlich überlegene Gäste, die bereits früh hätten in Führung gehen müssen.

Neuhaus hatte die Partie gegen den Vorletzten mit einem «Existenzkampf» verglichen. Er setzte bis auf die zwei gelbgesperrten Niklas Kreuzer und Jannik Müller auf die siegreiche Bochum-Elf, Paul Seguin und Florian Ballas rückten dafür in die Viererkette.

Der erste Sieg des Jahres eine Woche zuvor sorgte zunächst scheinbar für viel Selbstvertrauen. Denn Dynamo agierte wacher und aggressiver in den Zweikämpfen, spielte zudem mit viel Tempo auf das erste Tor. Einzig die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig.

So scheiterte bereits in der ersten Spielminute Niklas Hauptmann freistehend aus sechs Metern an Fürths Keeper Sascha Burchert. Doch auch seine Kollegen Lucas Röser (5./11.) und Manuel Konrad (6.) taten es ihm in ähnlich aussichtsreicher Position gleich. In der 24. Spielminute stand Rösers achtem Saisontreffer nur noch die Latte im Weg.

Auf der Gegenseite war Dynamos Keeper Markus Schubert zweimal gegen Uffe Bech (16.) und Julian Green (33.) zur Stelle, sah aber beim Führungstreffer der «Kleeblätter» zumindest unglücklich aus. Ein in der Entstehung streitbarer Freistoß von Maximilian Wittek aus rund 30 Metern sprang unglücklich vor dem 19-Jährigen auf und über den Pfosten vor die Füße von Gugganig, der Fürths ersten Treffer im Jahr 2018 besorgte.

Der zweite Durchgang hatte lange Zeit bis auf die Spannung aufgrund des knappen Vorsprungs nicht viel zu bieten. Dynamo wirkte noch immer geschockt vom unerwarteten Gegentreffer, die Hausherren waren zunächst auf Sicherheit bedacht, hätten aber durch Green (59.) und Bech (61.) erhöhen können.

Neuhaus wechselte in Moussa Koné und Peniel Mlapa zwei Stürmer ein, doch der Dresdner Sturmlauf kam zu spät und hatte nicht die Qualität der ersten halben Stunde.

Audio:

Florian Ballas nach der Pleite in Fürth

Manuel Konrad bemängelt die Chancenverwertung

Marcel Franke hat sich die Rückkehr nach Fürth anders vorgestellt