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Dynamo kassiert dritte Pleite in Folge

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Der SG Dynamo Dresden geht im Endspurt der 2. Fußball-Bundes­liga so langsam die Luft aus. Die Sachsen unter­lagen am Freitag­abend dem abstiegs­be­drohten TSV 1860 München mit 1:2 (0:1) und warten nunmehr seit fünf Spielen auf einen Sieg. Chris­tian Gytkjaer (43.) und Levent Aycicek (46.) besie­gelten vor 29 564 Zuschauern im DDV-Stadion die nunmehr dritte Dresdner Nieder­lage in Serie. Der der Aufsteiger muss nun um Platz fünf in der Tabelle bangen. Marco Hartmanns (89.) Anschluss­treffer war zu wenig.Uwe Neuhaus hatte sein Team im Vergleich zur 2:4-Nieder­lage der Vorwoche auf drei Positionen verän­dert, doch das fand wie so oft in den vergan­genen Wochen nicht zu seinem gewohnten Spiel. Der wieder­ge­ne­sene Kapitän Hartmann rückte für Manuel Konrad ins defen­sive, Aias Aosman für Andreas Lambertz ins zentrale Mittel­feld. Erich Berko sollte den gelbge­sperrten Torjäger Stefan Kutschke im Sturm­zen­trum vertreten, war aber gegen die robusten Münchener Innen­ver­tei­diger meist auf verlo­renem Posten.Der 22 Jahre alte Angreifer stand damit stell­ver­tre­tend für die gesamte Dresdner Mannschaft, die sich redlich mühte, letzt­lich aber nur selten so etwas wie Torge­fahr ausstrahlte. Marvin Stefa­niak (8.) hatte per Hackentrick noch die größte Einschuss­mög­lich­keit, konnte aber Keeper Stefan Ortega nicht bezwingen.Die Münchener „Löwen“ brannten zwar im Gegen­satz zu ihren Anhän­gern, die vor und während des Spiels mit Pyrotechnik auf sich aufmerksam machten, kein Feuer­werk ab. Sie störten aber jegliche Dresdner Bemühungen schon früh mit aggres­sivem Pressing und erzwangen damit den Ball.So war auch die Gäste-Führung durch Gytkjaer kurz vor dem Pausen­pfiff letzt­lich verdient. Der dänische Stürmer ließ zuvor bereits beste Einschuss­mög­lich­keiten (4./13./42.) aus, vollendete aber im vierten Versuch nach schöner Körper­täu­schung.Auch der zweite Treffer der „Löwen“ fiel zum psycho­lo­gisch ungüns­tigen Zeitpunkt: direkt nach Wieder­an­pfiff. Ayiciceks nutzte einen Fehler von Dresdens Keeper Marvin Schwäbe im Aufbau­spiel und schob mühelos zur Vorent­schei­dung ein.Daran änderte auch über 20 Minuten währende Überzahl die Hausherren nichts mehr. Münchens Marnon Busch sah in der 68. Minute wegen wieder­holten Foulspiels die Gelb-Rote Karte, doch Hartmanns Anschluss­treffer eine Minute vor Ende der regulären Spiel­zeit kam zu spät.(dpa)Zu allem Überfluss verletzte sich kurz vor Schluss auch noch Abwehr­spieler Florian Ballas. Er musste nach Abpfiff intensiv behan­delt werden.

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