• Niedergeschlagene Dynamos nach der deutlichen Pleite in Kiel. (Foto: Daniel Bockwoldt/dpa)

Dynamo kassiert deutliche Pleite in Kiel

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Autor: dpa

Die SG Dynamo Dresden rutscht in der 2. Fußball-Bundesliga weiter in Richtung Abstiegsränge. Am Sonntag verloren die Sachsen bei Holstein Kiel mit 0:3 (0:1) und blieben das vierte Spiel in Serie ohne Sieg. Damit rangiert Dynamo auf dem 15. Tabellenplatz und hat nur noch zwei Punkte Abstand auf den Relegationsrang 16.

10 487 Zuschauer im Holstein-Stadion sahen eine einseitige Partie, in der der Überraschungs-Aufsteiger aus Kiel in allen Belangen dominierte und durch seinen Top-Torjäger Marvin Duksch (24.) in Führung ging. Steven Lewerenz (84.) und Kingsley Schindler (88.) machten im zweiten Durchgang den verdienten Heimerfolg perfekt.

Dynamos Cheftrainer Uwe Neuhaus hatte seine Startformation im Vergleich zum Remis der Vorwoche nominell nur auf einer Position verändert, nahm aber zugleich auch einen taktischen Wechsel vor. Niklas Kreuzer ersetzte Rechtsaußen Patrick Möschl, nahm aber nicht dessen angestammte Position ein, sondern agierte zumeist als Rechtsverteidiger. Paul Seguin rückte dafür neben Manuel Konrad ins defensive Mittelfeld, sollte dort für mehr Stabilität sorgen.

Und so dauerte es etwas mehr als eine Viertelstunde, ehe der beste Angriff der Liga gefährlich vor dem Dresdner Tor auftauchte. Dominick Drexler (17.) verpasste aus spitzem Winkel nur knapp die Führung, läutete damit aber den Kieler Sturmlauf ein.

Von Dynamo war offensiv nur wenig sehen, zudem häuften sich in dieser Phase des Spiels die Fehler im Aufbauspiel. Auf der Gegenseite vergab Ducksch (18./19.) zwei große Einschussmöglichkeiten, stand dann aber fünf Minuten später nach einem Schuss von Lewerenz goldrichtig und konnte den Abpraller vom Dynamo-Keeper Marvin Schwäbe ungehindert zur Kieler Führung einschieben.

Zehn Minuten nach seinem zehnten Saisontreffer hätte Duksch noch erhöhen können, sein Kopfball war aber zu unplatziert. Dresdens beste Möglichkeit im ersten Durchgang blieb ein Fernschuss von Seguin (20.) aus 25 Metern, der letztlich aber kein Problem für Kiels Keeper Kenneth Kronholm darstellte.

Auch im zweiten Durchgang waren die «Störche» das bessere Team, hätten nach einem Fernschuss von Lewerenz (58.) und einer Kontergelegenheit durch Duksch (60.) frühzeitig die Partie entscheiden können.

Neuhaus reagierte, brachte mit Lucas Röser für Andreas Lambertz einen zweiten Stürmer, der sich aber nahtlos in die gezeigten Leistungen seiner Mitspieler einreihte und unauffällig blieb. Auf der Gegenseite hämmerte Drexler (64.) einen umstrittenen Foulelfmeter an die Latte, zuvor hatte ihn Kreuzer im Zweikampf zu Fall gebracht. Lewerenz und Schindler erhöhten letztlich nach Tempogegenstößen zum Endstand.

(dpa)

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