Dynamo kassiert bittere Heimpleite gegen Darmstadt

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Es hätten ruhige Wochen für die SG Dynamo Dresden im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga werden können. Doch statt den Abstand auf den Tabellenkeller weiter auszubauen, entpuppten sich die Sachsen am Freitagabend als Aufbaugegner für den direkten Konkurrenten SV Darmstadt 98.

Gegen den Tabellen-17. unterlag das Team von Uwe Neuhaus vor 26 053 Zuschauern im DDV-Stadion mit 0:2 (0:1) und rangiert nun statt mit zwölf nur noch mit sechs Punkten vor den zuvor seit fünf Spielen sieglosen Hessen. Joevin Jones (29. Minute) und Tobias Kempe (55.) nutzten die einzigen beiden Darmstädter Chancen und trafen zu Dynamos fünfter Heimniederlage der Saison.

Neuhaus vertraute denselben elf Akteuren, die eine Woche zuvor in Bielefeld beim ersten Auswärtssieg der Rückrunde begonnen hatten. Es war erst das zweite Mal in dieser Saison, dass der 58-Jährige keine Wechsel in seiner Startformation vornehmen musste.

Sein Team begann gewohnt druckvoll und suchte schnell den Weg in Richtung Gäste-Tor. Vor allem über die Außenbahnen wollten die Sachsen zum Erfolg kommen, schaffen es aber nur selten hinter die Darmstädter Abwehrreihe.

Moussa Koné hatte in Minute zwölf die größte Dresdner Gelegenheit im ersten Durchgang, sein Seitfallzieher parierte Daniel Heuer Fernandes reflexartig. Auch bei einem zu zentral geratenen Schuss von Sascha Horvath (21.) war der Keeper der «Lilien» zur Stelle.

Die Gäste-Führung fiel quasi aus dem Nichts und war das Resultat einer Dresdner Fehlerkette, begonnen bei Philipp Heise, an deren Ende Jones ungestört aus drei Metern ins leere Tor einschieben konnte.

Die Hausherren brauchten einige Zeit, um den Rückstand zu verdauen, brachten aus dem Spiel heraus nicht mehr viel zustande. Einzig nach einem Eckball von Heise hatte Marcel Franke (45.) mit dem Pausenpfiff per Kopf die große Ausgleichschance, verfehlte das Gehäuse aber knapp.

Neuhaus reagierte zur Halbzeit, brachte Haris Duljevic für Erich Berko. Der Bosnier sorgte für mehr Belebung auf der Außenbahn. Doch wiederum fiel das Tor gegen Dresden. Ex-Dynamo Kempe köpfte ungehindert aus Nahdistanz für die Gäste ein.

Anschließend ging nicht mehr viel bei den Hausherren. Auch die Hereinnahme von Peniel Mlapa als dritten Angreifer brachte keinen Erfolg. Darmstadt verteidigte mit Geschick und profitierte von den Unzulänglichkeiten der Dynamo-Akteure.

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