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Dynamo holt einen Punkt gegen 1860 München

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Dynamo hat den ersten Punkt in der neuen Zweit­liga-Saison einge­fahren. Vor 9.772 Zuschauern kam die SGD aller­dings nur zu einem 2:2 gegen 1860 München.In einer abwechs­lungs­rei­chen Begeg­nung trafen Mickael Pote (38.) und Grzegorz Wojtko­wiak (64. ) per Eigentor für die Schwarz-Gelben. Für die Gäste waren Benjamin Lauth (18.) und Daniel Bierofka (74.) erfolg­reich. Poté trifft per Flugkopf­ballMit einer Verän­de­rung zur Niederlge in Bochum sind die Dynamos ins Spiel gegen die Münchner gestartet. Für Pavel Fort rückte Neuzu­gang Idir Ouali in die Startelf und Filip Trojan rückte auf die Position hinter der einzigen Spitze Mickael Poté. Die Schwarz-Gelben erwischten den besseren Start ins Spiel und wollten von Beginn an zeigen, wer der Herr im Hause ist. Das war nur zu knapp einem Drittel gefüllt. Aufgrund der Sanktion durch den DFB waren nur 13.000 Zuschauer mit perso­na­li­sierten Tickets zugelassen, 9.772 kamen und der K-Block blieb frei. Die Gäste taten sich zu Beginn schwer gegen agile Dresdner, denen aber das Glück im Abschluss fehlte. So waren es dann die "Sechziger", die in der 16. Minute zur ersten Großchance kamen. Stahl kam rund sieben Meter vor dem Tor von Benjamin Kirsten zum Abschluss, aber der Dynamo-Schluss­mann parierte mit einem blitz­ar­tigen Reflex. Kurze Zeit später war Kirsten dann aber machtlos. Die Gäste hebelten die Dresdner Hinter­mann­schaft mit einem langen Ball aus. Nicu brachte die Kugel dann in den Straf­raum, wo Löwen-Kapitän zum 0:1 aus Dynamo-Sicht vollenden konnte. Mit der Führung im Rücken zogen sich die Gäste zurück und überliesen den Dynamos wieder das Spiel. Die bemühten sich um den Ausgleich und wurden in der 38. Minute auch belohnt. Sebas­tian Schuppan brachte den Ball halbhoch in den gegne­ri­schen Straf­raum, wo Torjäger Mickael Poté mit einem sehens­werten Flugkopf­ball zum 1:1 einnetzen konnte. Mit dem Remis ging es dann auch in die Halbzeit.Schlaf­müt­zig­keit kostet den SiegAuch im zweiten Durch­gang war Dynamo zunächst die aktivere Mannschaft. Die SGD verla­gerte das Spiel zuneh­mends in die Hälfte der Gäste, ohne jedich zu zwingenden Torab­schlüssen zu kommen. Nach gut einer Stunde waren es dann die Gäste, die nach einem Eckball für Gefahr vor dem Dynamotor sorgten. Vallori schei­terte mit seinem Kopfball aber am erneut glänzend parie­renden Kirsten. Wie im ersten Durch­gang wirkte eine Großchance für die Löwen wie ein Weckruf für die Mannschaft von Trainer Ralf Loose. In der 64. Minute spielte Trojan Ouali auf der rechten Seite frei, der den Ball scharf vor das Gästetor brachte. Dort wollte Löwe Wojtko­wiak vor dem einlau­fenden Robert Koch klären, beför­derte den Ball aber ins eigene Netz. Dynamo führte plötz­lich mit 2:1. Eine durchaus verdiente Führung, da die Schwarz-Gelben mehr für das Spiel taten. Die Freude über die Dresdner Führung hielt beim Großteil der 9.772 Zuschauer aber nicht lange. Nach einem Freistoß für die Schwarz-Gelben am Münchner Straf­raum bekamen die Gäste die Chance zum Kontern. Daniel Beirofka konnte diesen dann zum Leidwesen der Dynamos zum 2:2 verwerten. Der Ausgleich fiel gerade, als die Dynamos in Unter­zahl spielten. Mickael Poté ist nach einem Zweikampf unglück­lich auf die Hand gefallen und musste anschlie­ßend auch verletzt ausge­wech­selt werden. Bitter für den Torjäger, der seinen Vertrag wohl noch in dieser Woche verlän­gern soll. Wie lange und ob Poté ausfallen wird, entscheidet sich bei genaueren Unter­su­chungen am Dienstag. Dynamo-Trainer Ralf Loose zur Verlet­zung:"Wir hoffen nicht, dass er sich schwerer verletzt hat, müssen aber die genaue Diagnose abwarten. Unser Doktor wird inten­sive Unter­su­chungen anstellen. Es wäre für uns sicher tragisch, wenn er ausfallen würde. Man hat heute gesehen, mit seiner Präsenz, mit seinem Torer­folg, wie wichtig er für die Mannschaft ist und deswegen hoffen wir natür­lich, dass es nicht so schlimm ist und wünschen ihm gute Besse­rung." Der Ausgleichs­treffer verun­si­cherte die Hausherren und so kamen die Gäste gleich zu weiteren hochka­rä­tigen Tormög­lich­keiten. Allein Benjamin Kirsten ist es zu verdanken, dass kurz nach dem Ausgleich nicht gleich noch das Führungstor für die Gäste fiel. In den letzten zehn Minuten mobili­sierten die Schwarz-Gelben noch einmal alle Kräfte und drückten auf den Siegtreffer, der aber nicht mehr fallen sollte. So verschenkt Dynamo am Ende durch eine Unacht­sam­keit den Sieg und holt im ersten Saison­heim­spiel nur einen Punkt.Am kommenden Montag geht es für die Dynamos in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Chemnitzer FC weiter. 

Audio:

Inter­view mit Dynamo-Coach Ralf Loose