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Dynamo hat das Siegen verlernt

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Dynamo hat am Freitag­abend zum zwölften Mal in Folge einen Sieg verpasst. Im Zweit­li­ga­heim­spiel gegen den SV Sandhausen spielten die Schwarz-Gelben vor 25.153 Zuschauern nur 0:0. Trainer Olaf Janßen hatte vor der Partie das Motto "volle Attacke reiten" ausge­geben, von dem im Spiel selbst nur wenig spürbar war. Die SGD bleibt Tabel­len­sech­zehnter und muss damit erneut auf Patzer der Konkur­renz hoffen.In der Start­auf­stel­lung nahm Dynamo-Coach Olaf Janßen im Vergleich zum 1:1 in Aalen vom Dienstag nur eine Änderung vor. Für den gelbge­sperrten Chris­toph Menz rückte Mickael Poté in die Startelf. Taktisch bedeu­tete das eine Umstel­lung auf 4-4-2 mit Doppel­spitze Dedic-Poté. "Attacke reiten" lautete das Credo der Schwarz-Gelben für das Heimspiel gegen Sandhausen. Zumin­dest 15 bis 20 Minuten lang war das auch zu sehen.Die SGD versuchte das Spiel schnell zu machen, drängte die Sandhäuser immer wieder in die eigene Hälfte zurück. Es fehlte aller­dings an klaren Torchancen. Insofern hatte sich zu den Spielen der Vorwo­chen kaum etwas verän­dert. Die einzige nennens­werte Möglich­keit hatte Poté nach zwei Minuten, als er einen Kopfball nach einer Ecke knapp neben das Tor setzte.Ab der 25. Minute verflachte die Partie vollends. Sandhausen vertei­digte geschickt und ohne große Mühe. Dynamo versuchte dagegen nach vorn zu spielen, blieb dabei aber ideenlos und vor allem im Passspiel zu unprä­zise. Torlos ging es in die Pause.Wütende Dynamo­fans - hängende Köpfe bei den SpielernIm zweiten Durch­gang sollte alles besser werden - wurde es aber nicht. Die Partie blieb weiter auf unterstem Zweit­li­ga­ni­veau mit kaum einmal nennens­werten Torge­le­gen­heiten. Die Besten für Dynamo hatten noch Romain Bregerie (62.), der einen Freistoß knapp übers Gästetor setzte und Zlatko Dedic (74.). Der Slowene bekam den Ball von Schulz auf den Kopf serviert. Die Nummer 22 der SGD nickte das Runde aber nicht ins Eckige, sondern knapp vorbei. Es passierte nicht mehr viel und so endete die Partie torlos und mit einem gellenden Pfeif­kon­zert.Die nackten Fakten:Dynamo bleibt zum zwölften Mal in Folge ohne Sieg und spielt zum 15. Mal in dieser Saison nur Unent­schieden!Nach dem Spiel stellten sich die Spieler und Trainer Olaf Janßen noch den Fans im K-Block. Die Stimmung schwankte immer wieder zwischen Unmuts­äu­ße­rungen wie "Wir sind Dynamo und ihr nicht" und aufbau­endem Support mit dem "12. Mann". Janßen richtete per Megafon ein paar Worte an die Dynamo­fans. In einem war man sich am Ende aber einig. Am kommenden Freitag beim Abstiegs­gipfel in Cottbus gibt's nur eins: AUSWÄRTS­SIEG!

Audio:

Trainer Olaf Janßen im Inter­view
Vertei­diger Thorsten Schulz im Inter­view
Benjamin Kirsten und Zlatko Dedic