Dynamo gewinnt, muss aber in die Relegation
Es war ein bitterer Sonntagnachmittag für Dynamo Dresden. Im letzten Heimspiel gegen Regensburg waren die Schwarz-Gelben zum Einen zum Siegen verdammt und zum Anderen auf Schützenhilfe des SV Sandhausen gegen Aue angewiesen.Mit 3:1 setzte sich die SGD vor 29.703 Zuschauern gegen das Schlusslicht durch. Pavel Fort traf doppelt und Cristian Fiel einmal. Gereicht hat es am Ende aber nicht.Erzgbirge Aue konnte sein letztes Saisonspiel ebenfalls gewinnen. Durch ein zweifelhaftes Kopfballtor von Jan Hochscheidt gewinnt der sächsische Konkurrent in Sandhausen und schickt Dynamo so in die Relegation. Für die SGD heißt es jetzt, den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Schon am kommenden Freitag geht es mit dem Hinspiel in der Relegation weiter. Gegner ist wie vor zwei Jahren der VfL Osnabrück. Das Hinspiel steigt zunächst in Osnabrück.Fort scheitert vom PunktIn der Startaufstellung baute Peter Pacult mal wieder um. Für dieses heiße und entscheidende Heimspiel vor 29.703 Zuschauern rückte Romain Bregerie nach abgesessener Gelbsperre und Stürmer Pavel Fort ins Team. Sie ersetzten den verletzten Bjarne Thoelke und Robert Koch.Von Beginn an machte die SGD das, was alle erwarteten: mit Volldampf nach vorn spielen. Nur sieben Minuten waren gespielt, da wären die Schwarz-Gelben schon beinahe in Führung gegangen. Cristian Fiel zielte bei seinem Freistoß aber zu genau und traf nur die Latte. Dynamo hatte dann leichte Probleme, zu zwingenden Torabschlüssen zu kommen, gab aber nicht auf. Nach 26. Minute bekam die SGD nach einem Foul an Trojan einen Elfmeter zugesprochen. Selbstbewusst schnappte sich Pavel Fort den Ball, trat an und scheiterte. Regensburgs Keeper Wiegers lenkte die Kugel an den Pfosten.Die Pacult-Elf versuchte weiter, mit wütenden Angriffen zum Torerfolg zu kommen, doch immer wieder offenbarte sich die eklatante Abschlussschwäche der SGD. Bestes Beispiel Anthony Losilla in der 35. Minute. Auch er scheiterte aus fünf Metern an Wiegers. Kurz vor der Pause hatten auch noch Ouali (40.) und Müller (45.+2) Chancen zur Führung, vergaben aber. Torlos ging es in die Pause und zudem Zeitpunkt war Dynamo weiter 16., da es im Spiel Sandhausen gegen Aue ebenfalls 0:0 stand.Über die Moral zum SiegKeine zwei Minuten dauerte es, da gabs die kalte Dusche für die SGD. Eine der wenigen Unsicherheiten in der Dynamoabwehr nutzte Regensburgs Koke zur unverdienten Gäste-Führung. Den Rückstand steckten die Schwarz-Gelben aber schnell weg und versuchten zu antworten. Angepeitscht von den über 29.000 eigenen Anhängern kam die SGD dann auch endlich zum hochverdienten Ausgleich. Pavel Fort nutzte die Verwirrung im Gäste-Strafraum und köpfte eine Trojan-Flanke zum Ausgleich ein.Dynamo hatte wieder deutlich Oberwasser und versuchte nachzulegen. Weil es in Sandhausen weiter Unentschieden stand, mussten die Schwarz-Gelben auch weiter auf Sieg spielen. In der 55. Minute war es erneut Trojan, der diesmal eine Ecke gefährlich vors Tor brachte und erneut den Kopf seines tschechischen Landsmanns fand. Pavel Fort nickte zum 2:1 ein. Zu diesem Zeitpunkt wäre die SGD gerettet gewesen! Eine knappe Führung ist immer gefährlich, deshalb sollte nachgelegt werden und das tat Dynamo - beinahe. Zwei Minuten nach der Führung bekam Losilla den Ball auf den Kopf. Sein Kopfstoß fand aber wieder nur die Hand von Wiegers, der die Kugel sehenswert an die Latte lenkte.Dynamo spielte weiter munter nach vorne. Nach gut 80 Minuten wurde es allerdings kurzzeitig ruhig im Stadion. Die schlechte Nachricht aus Sandhausen machte die Runde, denn die offiziellen Zwischenstände aus den anderen Spielen wurden nicht offiziell durchgegeben. Aber Erzgebirge Aue war in Sandhausen in Führung gegangen. Das bedeutete, egal wie Dynamo spielt, es würde nicht für den direkten Klassenerhalt reichen.Die Spieler selbst bekamen davon relativ wenig mit und versuchten weiter, den Sieg abzusichern. In der 83. Minute zeigte Schiedsrichter Schmidt dann erneut auf den Elfmeterpunkt. Diesmal ist Ouali gefoult worden. Cristian Fiel versuchte sich nun aus elf Metern und verwandelte sicher - 3:1 für die SGD. Nur einmal mussten Mannschaft und Fans dann im Anschluss noch zittern. Der Schiedsrichter zeigte nämlich erneut auf den Elfmeterpunkt, diesmal allerdings für die Gäste. In der 88. Minute bewies Kirsten aber einmal mehr, dass er ein Elfmeterkiller ist und parierte gegen Sembolo. Es blieb beim 3:1-Heimsieg für die SGD.Nach zwei Minuten des Bangens war es dann aber auch offiziell. Aue gewann in Sandhausen und schickt Dynamo so in die Relegation. Dort geht es nun am 24. Mai zunächst auswärts beim VfL Osnabrück weiter.