Dynamo gewinnt erstmals in Heidenheim
Der SG Dynamo Dresden ist dank zweier Traumtore der Befreiungsschlag aus dem Tabellenkeller der 2. Fußball-Bundesliga gelungen. Die Sachsen gewannen am Sonntag beim FC Heidenheim 2:0 (1:0) und rückten durch den zweiten Auswärtserfolg der Saison auf Platz zehn des Tableaus.12.100 Zuschauer in der Voith-Arena sahen eine ausgeglichene, von vielen Zweikämpfen geprägte Partie, in der Niklas Kreuzer (26.) das Team von Uwe Neuhaus mit einem butterweichen Freistoß aus 17 Metern in Führung schoss. Peniel Mlapa (53.) erzielte mit einem Fernschuss aus knapp 30 Metern den Endstand.Dynamos Cheftrainer hatte sein Team im Vergleich zum Remis der Vorwoche auf drei Positionen verändert. Paul Seguin rückte für den verletzten Fabian Müller auf die Position des linken Verteidigers, Kapitän Marco Hartmann für Andreas Lambertz ins zentrale Mittelfeld. Niklas Hauptmann ersetzte neben ihm Aias Aosman, der überraschend fehlte. Dem 22-Jährigen soll ein Angebot aus Katar vorliegen, meldete die Bild.Dynamo versuchte, von Beginn dem Spiel in gewohnter Weise seinen Stempel aufzudrücken, es manngelte aber in den entscheidenden Momenten an der Genauigkeit. Torraumszenen blieben Mangelware und wurden wenn, dann von den Hausherren geboten.Heidenheim setzte auf schnelles Umschaltspiel, versuchte über seine Stärke zu Gelegenheiten zu kommen und hatte durch Robert Glatzel (21.) die große Chance zur Führung. Doch Florian Ballas konnte im letzten Moment per Grätsche klären.Anschließend kamen die Hausherren auch besser ins Spiel, hatten nun mehr Ballbesitz. Der Treffer fiel auf der anderen Seite. Nach einem Foul an Erich Berko, verwandelte Kreuzer den fälligen Freistoß sehenswert. Für den 24-Jährigen war es nach den drei Vorlagen in Darmstadt bereits der vierte Scorer-Punkt binnen einer Woche.Der zweite Durchgang startete, wie der erste endete. Stürmische Hausherren versuchten, den Rückstand zu schnell zu egalisieren, Dresden setzte weiter auf Konter.In dem Moment, als der Dynamo-Anhang wieder einmal durch Pyrotechnik auf sich aufmerksam machte, kam Mlapa großer Moment. Nach einem Abschlag von Keeper Marvin Schwäbe und der Kopfballablage von Haris Duljevic zog der 26-Jährige aus knapp 30 Metern ansatzlos ab. Der Ball flog unhaltbar für Heidenheims Keeper ins lange Eck.Anschließend hätten Duljevic (69.) per Schlenzer von der Strafraumkante, Kreuzer (79.) wiederum per Freistoß aus 18 Metern und Lucas Röser (90.+1) nach einem Alleingang noch erhöhen können.Die Partie ging aber eher unrühmlich zu Ende, weil Heidenheimer Fans, die zuvor bereits Nebeltöpfe zündeten, in der 79. Minute versuchten, den Platz zu stürmen. Schiedsrichter Florian Badstübner konnte das Spiel aber nach vierminütiger Unterbrechung wieder anpfeifen und ohne weitere Vorkommnisse beenden.(dpa)