Dynamo enttäuscht in Ingolstadt auf ganzer Linie

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Statt einen siegreichen Jahresabschluss zu feiern, kassierte Dynamo Dresden eine deftige Schlappe. Beim Schlusslicht FC Ingolstadt setzte es am Samstag in der 2. Fußball-Bundesliga eine 0:3 (0:2)-Niederlage. Nico Antonitsch (1.), Kevin Ehlers (17./Eigentor) und Filip Bilbija (86.) erzielten die Tore für die Schanzer um Neu-Trainer Rüdiger Rehm, die auch weiterhin als Tabellenletzter sieben Zähler Rückstand auf den Relegationsrang haben. Das Team von Alexander Schmidt überwintert mit 22 Punkten im Tabellen-Mittelfeld.

«Der Tag war für alle, die mit Dynamo etwas zu tun haben, einer zum Vergessen. Ingolstadt war sehr hungrig und griffig. Sie haben sich in jeden Zweikampf reingeworfen. Das hat uns eigentlich in den vergangenen Wochen stark gemacht. Heute habe ich es vermisst», sagte Schmidt. Kapitän Yannick Stark betonte: «Ingolstadt hat um jeden Ball gekämpft und war heute die bessere Mannschaft. Im Moment ist die Enttäuschung groß.»

Nur 54 Sekunden hielt Dynamos Plan beim Schlusslicht. Die Null solle so lange wie möglich gehalten werden, forderte Schmidt vor dem Spiel. Doch die erste Standardsituation der Hausherren reichte, um die Vorgabe des Dynamo-Trainers zu durchkreuzen. Nach einiger Verwirrung im Fünfmeterraum vollendete letztlich Antonitsch zur Ingolstädter Führung.

Auch im Anschluss präsentierte sich die Schmidt-Elf trotz der Siegesserie der vergangenen Wochen mutlos und alles andere als sattelfest. Die Franken - immerhin sieglos seit Ende August - bestimmten das Geschehen und setzten Dresden in der eigenen Hälfte fest.

Offensiv ging für die Sachsen in der ersten Halbzeit gar nichts. Defensiv klafften immer wieder große Lücken. Auch in den Zweikämpfen fehlte teilweise die letzte Konsequenz - wie auch das 0:2 aufzeigte. Marcel Gaus kam auf der linken Außenbahn ungestört zur Flanke, Kutschke nicht weniger frei zum Kopfball. Dynamos Abwehrspieler Ehlers fälschte dann ins eigene Tor ab.

Bis zum Pausenpfiff passierte nicht mehr viel. Daran änderte auch die frühe Hereinnahme von Luca Herrmann (26.) nichts, der Robin Becker ersetzte. Ein Schuss des Eingewechselten (44.) ging weit über das Tor. Es war der einzige Dresdner Torschuss im ersten Durchgang. Zwei Minuten später verpasste auf der Gegenseite Maximilian Beister nur knapp das 0:3. Seine Direktabnahme aus sieben Metern strich knapp über das Tor.

Schmidt reagierte zur Halbzeitpause und brachte mit Heinz Mörschel und Patrick Weihrauch zwei weitere Offensivkräfte. Es änderte sich nichts. Erst zwanzig Minuten vor Schluss entwickelten die Sachsen so etwas wie Druck im Spiel nach vorn. Doch mehr als ein Schuss von Herrmann, den Torwart Fabijan Buntic problemlos parierte, sprang nicht heraus.

Die Gastgeber verteidigten zumeist sicher und feierten einen letztlich verdienten zweiten Saisonsieg. In den letzten zehn Minuten verpassten sogar die kurz zuvor eingewechselten Dennis Yerai Eckert (81.) und Bilbija (84.) jeweils freistehend vor dem Tor das 3:0. Kurz darauf machte es Bilbija etwas besser und staubte nach einem Eckball zum dritten Tor ab.

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Trainer Alexander Schmidt nach der 0:3-Niederlage in Ingolstadt
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