• Markus Schubert bleibt beim Freistoß von Kittel nur das Nachsehen.

Dynamo Dresden verliert in Ingolstadt

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Autor: dpa

Die SG Dynamo Dresden muss im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga nachsitzen. Das Team von Cristian Fiel unterlag am Freitagabend dem Tabellenvorletzten FC Ingolstadt mit 0:1 (0:0) und hat auf die Oberbayern, die sich durch den dritten Sieg im vierten Spiel unter Neu-Coach Tomas Oral auf den Relegationsrang 16 schoben, drei Spieltage vor Schluss nur noch sieben Zähler Vorsprung. Sonny Kittel (47.) erzielte vor 11 208 Zuschauern im Audi-Sportpark das entscheidende Tor für die «Schanzer».

«Wenn du durch ein Standardtor verlierst, ist es immer bitter, vor allem so kurz nach der Pause», erklärte Niklas Kreuzer nach dem Schlusspfiff. «Das war kein schönes Spiel für die Zuschauer, trotzdem haben wir dagegengehalten. Ein Punkt wäre gerecht gewesen.»

Der FCI musste gewinnen, um die Chance auf den direkten Klassenverbleib am Leben zu erhalten. Genau das spiegelte sich auch auf dem Platz wider. Die Hausherren gingen couragierter und angriffslustiger in die Partie, Dynamo versuchte zunächst defensiv sicher zu stehen und wartete auf Kontergelegenheiten. Die blieben jedoch Mangelware.

Fiel vertraute derselben Startformation, die den 1. FC Köln mit 3:0 bezwang. Das hieß auch, der 39-Jährige vertraut auch weiterhin Torwart Markus Schubert, dessen Weggang Dynamo unter der Woche verkündeten. Der 20 Jahre alte Juniorennationalspieler wird seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern und will in die Bundesliga wechseln. In der Partie beim Tabellenvorletzten avancierte das Dresdner Eigengewächs trotz einiger Wackler zum Besten seines Teams.

Immer wieder probierte es Ingolstadt über die Außenbahnen, kam dabei vor allen in den ersten 30 Minuten ein ums andere Mal gefährlich vor das Dresdner Tor. Marcel Gaus (24.) vergab dabei die größte Einschussmöglichkeit des ersten Durchgangs. Nach einem Doppelpass mit Kittel parierte Schubert den Schuss des Ingolstädter Mittelfeldspielers mit einem sehenswerten Reflex. Zuvor scheiterte zweimal Dario Lezcano (3./16.) an Dynamos Schlussmann.

Die Dresdner Angriffsbemühungen scheiterten zumeist an Stellungs- und Abspielfehlern in der Vorwärtsbewegung. Vereinzelte Schussversuche von Baris Atik (1./42./45.+1) verfehlten ihr Ziel deutlich. Gefährlichste Dresdner Aktion der ersten 45 Minuten war ein Freistoß von Dzenis Burnic aus rund 21 Metern, der einen halben Meter am Tor vorbeistrich.

Der zweite Durchgang begann sowohl für Dynamo als auch für seinen Schlussmann denkbar unglücklich. Kittel verwandelte einen direkten Freistoß aus 17 Metern sehenswert ins Torwart-Eck. Anschließend wackelte Schubert in einigen Situationen.

Dass es nicht zum Punktgewinn reichte, lag aber vor allem an seinen Vordermännern. Offensiv ging nichts bei den Dresdnern. Einzig ein Freistoß von Kreuzer (77.) an der Strafraumkante sorgte für echte Torgefahr. Doch der Ball strich nur Zentimeter am Tor vorbei. Auf der Gegenseite rettete Schubert zweimal sehenswert gegen den eingewechselten Thomas Pledl (83./84.).

«Die gewinnen nicht unverdient, trotzdem haben wir bis zum Schluss alles versucht. Bei denen geht ein so ein Freistoß rein, bei uns streichen zwei ganz knapp vorbei, das Quäntchen hat am Ende den Unterschied gemacht. Für uns geht es am Freitag weiter gegen St. Pauli weiter. Das ist jetzt kein Grund zu resignieren», sagte Sören Gonther.