• Dynamo unterliegt dem 1. FC Kaiserslautern im Rückspiel der Relegation mit 0:2 und folgt dem sächsischen Ligakonkurrenten Erzgebirge Aue in die 3. Liga.

  • Nach dem entscheidenden Treffer zum 2:0 für die Gäste musste die Partie vorübergehend unterbrochen werden. Im Dresdner Fanblock wurde Pyrotechnik gezündet. Raketen flogen in Richtung der Spieler.

Dynamo Dresden steigt in die 3. Liga ab

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Dynamo Dresden muss den Weg in die 3. Liga antreten. Im Rückspiel der Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern setzte es für die Mannschaft von Trainer Guerino Capretti eine bittere 0:2-Pleite. Den entscheidenden Treffer für die Gäste erzielten Daniel Hanslik (59.) und Phillip Hercher (90.+2). Damit steigt die SGD nach nur einem Jahr wieder in die 3. Liga ab und folgt damit dem sächsichen Ligakonkurrenten Erzgebirge Aue. Mehr als 30.000 Zuschauer sahen das Spiel im Rudolf-Harbig-Stadion.

Nach dem zweiten FCK-Treffer in der Nachspielzeit war die Partie für mehrere Minuten unterbrochen, weil aus dem Dresdner Fanblock Leuchtraketen und Böller auf den Rasen geworfen wurden. Zudem wurden auf den Rängen Dynamo-Vereinsfahnen verbrannt. Schiedsrichter Daniel Siebert bewahrte dennoch die Ruhe und brachte das Spiel ordnungsgemäß zu Ende. "Die Enttäuschung ist natürlich riesengroß. ich bin extrem traurig", sagte Dynamo-Trainer Guerino Capretti. "Es fällt schwer in die Analyse zu gehen bei diesen negativen Emotionen. Das muss erst einmal verarbeitet werden."

Schon vor dem Anpfiff herrschte in der ausverkauften Arena eine heiße Atmosphäre. Dresdens Anhänger pushten ihr Team mit einer riesigen Leinwand, auf der unter dem Bild eines Pitbulls der Spruch prangte: "Zähne zeigen - Klasse halten". Aus dem mit 3000 FCK-Fans besetzten Gästeblock flogen derweil mehrere Böller, weshalb die Partie zwei Minuten später angepfiffen wurde.

Als sich der Rauch verzogen hatte, ging es auf dem Rasen ordentlich zur Sache. Beide Teams agierten schwungvoll und suchten ihr Heil in der Offensive - zunächst mit Vorteilen für den Gastgeber, der durch Christoph Daferner zur ersten Chance im Spiel kam. Der Schuss des Angreifers verfehlte das FCK-Tor nur knapp. Auf der Gegenseite rettete Dynamo-Verteidiger Chris Löwe, der von 2013 bis 2016 für die Roten Teufel spielte, bei einem Kopfball von Terrence Boyd kurz vor der Linie.

Mitte der ersten Halbzeit dann ein Schockmoment für die Dresdner: der bereits angeschlagene Mittelfeldabräumer Yannick Stark knickte ohne gegnerische Einwirkung um und musste vom Platz. Damit stand Dynamo plötzlich ohne gelernten Sechser da, weil die verletzten Paul Will und Michael Akoto ohnehin fehlten. Für Stark kam der offensiv ausgerichtete Oliver Batista Meier.

In der Folge gab es in dem von beiden Teams mit großer Leidenschaft geführten Abnutzungskampf viel Leerlauf, ehe Dresden kurz vor der Pause noch einmal an der Führung schnupperte. Ransford-Yeboah Königsdörffer kam im Strafraum zum Abschluss, traf aber nur das Außennetz. So ging es torlos in die Kabinen.

Nach dem Wechsel ging es mit der gleichen Intensität weiter. Kaiserslautern agierte zunächst etwas druckvoller und belohnte sich für den Mut. Nur 60 Sekunden nach einer Großchance für Boyd, dessen Kopfball Dynamo-Torwart Kevin Broll glänzend parierte, traf Hanslik mit einem Flachschuss ins kurze Eck.

Dresden schüttelte sich nach dem Rückstand kurz und drängte vehement auf den Ausgleich. Doch weder Daferner noch Batista konnten FCK-Torwart Matheo Raab überwinden. In der Schlussphase hätten Boyd und Hanslik für die Roten Teufel erhöhen können. Für Dynamo vergab der eingewechselte Panagiotis Vlachodimos kurz vor dem Ende die Riesenchance zum Ausgleich, als er freistehend an Raab scheiterte. So jubelte am Ende der FCK.

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