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Dynamo Dresden feiert Klassenerhalt

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Dynamo Dresden bleibt in der 2. Bundes­liga. Im Rückspiel der Relega­tion setzten sich die Schwarz-Gelben vor 29.253 Zuschauern mit 2:0 gegen Osnabrück durch. Cristian Fiél traf im ersten Durch­gang zum 1:0 und Idir Ouali sorgte in der zweiten Halbzeit für die Entschei­dung.Die Dynamos sind der erste Zweit­li­gist der in der Relega­tion ein Spiel gewinnen konnte und somit die Klasse hält. Bisher setzte sich immer der Dritt­li­gist durch.Fiél löst den KnotenIn der Start­auf­stel­lung nahm Peter Pacult eine Verän­de­rung vor, im Vergleich zum Hinspiel in Osnabrück. Anstelle von Denis Streker durfte David Solga von Beginn an im zentralen Mittel­feld ran. Sebas­tian Schuppan, der seine Gelbsperre abgesessen hatte, musste zunächst auf die Ersatz­bank. Muhamed Subasic vertrat ihn erneut.Der Start in dieses Entschei­dungs­spiel gehörte eindeutig den Schwarz-Gelben. Vom Anpfiff an war der SGD der Sieges­wille anzumerken. Einzig die klaren Torchancen fehlten. Das änderte sich nach rund 13 Minuten. Tobias Müller setzte sich auf der rechten Seite durch, fand Idir Ouali  - doch Dynamos Nummer sieben bewies wieder einmal, dass er nicht der gesuchte Torjäger ist - noch nicht. Ouali setzte den Ball an den Pfosten. Immerhin: ein erster Wachma­cher.Nach 29 Minuten war es erneut Ouali, der es versuchte. Seinen Links­schuss konnte VfL-Keeper Riemann aller­dings entschärfen. Nicht einmal eine Minute später: Cristian Fiél setzte sich auf der rechten Seite durch. Der Deutsch-Spanier zog mit dem Ball bis zur Straf­raum­grenze und schoss von da aus sehens­wert ins kurze Eck - 1:0 für Dynamo. Das Hinspiel­ergebnis war egali­siert!In der Folge war die SGD dann mal im Glück. In der 36. Minute foulte Benjamin Kirsten seinen Gegen­spieler Zoller. Der Elfme­ter­pfiff von Schieds­richter Gagel­mann blieb aber aus. Auch kurz vor der Pause hieß es aus Dresdner Sicht noch einmal durch­atmen, als Filip Trojan einen Kopfball gerade noch von der Torlinie kratzte. So ging es mit dem 1:0 in die Halbzeit.Ouali erlöst DynamoKeine fünf Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt, da gab es auch schon die ersten Chancen für die SGD. Fort (49.) und Müller (50.) verpassten aber. In der 58. Minute war es wieder Ouali, der schei­terte. Seinen angeschnit­tenen Schuss lenkte Riemann noch gerade so um den Pfosten. Der Franzose blieb aber weiter aktiv, gab nicht auf. In der 71. Minute setzte sich der einge­wech­selte Kempe auf der rechten Seite durch, legte quer auf Ouali und dieses Mal netzte Dynamos Nummer sieben zum umjubelten 2:0 ein. Osnabrück musste nun den Abwehr­riegel lösen und selber Offen­siv­ak­zente setzen. Das gab Räume zum Kontern für die SGD. Ouali (74. und 79.), Kempe (75.) und Fort (85.) verpassten die endgül­tige Entschei­dung aber. So musste letzt­lich bis zum Anpfiff gezit­tert werden.Um 22:22 Uhr pfiff Schieds­richter Gagel­mann die Partie ab und Dynamo Dresden sicherte sich durch ein 2:0 gegen den VfL Osnabrück den Verbleib in der 2. Bundes­liga.Wie geht's weiterFür die Profis der SGD ist jetzt erst einmal Urlaub angesagt. Torhüter Benjamin Kirsten zum Beispiel wird mit der ganzen Familie auf Mallorca entspannen. Filip Trojan wiederum freut sich vor allem, dass er jetzt wieder mehr Zeit für seinen kleinen Sohn hat. Bis zum 20. Juni haben die Dynamos frei bekommen.Offen ist aller­dings auch wer alles zur neuen Saison zurück­kehren wird. David Solga und Pavel Fort werden voraus­sicht­lich keine neuen Verträge erhalten. Tobias Jänicke ist bereits weg. Dritt­li­gist Wehen-Wiesbaden hat den Mittel­feld­spieler bereits als Neuzu­gang vermeldet. Der Abgang von Giannis Papado­poulos stand schon länger fest und auch Lynel Kitam­bala wird nach Frank­reich zurück­kehren.Auch die Zukunft von Trainer Peter Pacult ist ungewiss. Durch den Klassen­er­halt hat sich der Kontrakt mit dem Öster­rei­cher automa­tisch um ein Jahr verlän­gert. Dennoch gibt es Gerüchte, dass es trotzdem zur Trennung kommen soll.

Audio:

Torhüter Benjamin Kirsten
1:0-Torschütze Cristian Fiel
Trainer Peter Pacult
Geschäfts­führer Chris­tian Müller über die Speku­la­tionen um Peter Pacult
Mittel­feld­spieler Filip Trojan